Nein, Kakteen sind nicht nur was für Westernfans und Wassersparer*innen. Mit seinem stacheligen Charme ist er Everybody's Darling.🌵

Kakteen in Aluminium-Töpfchen
  • Licht & Standort
  • Kaktus giessen
  • Kaktus düngen
  • Giftigkeit vom Kaktus
  • Kakteen-Arten & -Farben
  • Wachstum, Grösse & Blüten vom Kaktus
  • Krankheiten & Schädlinge vom Kaktus
  • Kaktus überwintern
  • Kaktus umtopfen
  • Kaktus vermehren
Sprechblase

Offizielle Bezeichnung 
Cactacea

Welt

Herkunft & Verbreitung
Kakteen wachsen vom Süden von Kanada bis nach Argentinien und Chile ausschliesslich auf den amerikanischen Halbkontinenten.

Liste

Alternative Namen:
Kaktusgewächs

Lupe

Fun Fact
Alle Kakteen sind Sukkulenten, aber nicht alle Sukkulenten Kakteen. Dennoch benutzen wir sie meist als Synonyme, da der Kaktus der wohl bekannteste Sukkulentenrepräsentant ist.

Pflege vom Kaktus

Licht & Standort

Dein Kaktus mag helle bis sonnige Standorte. Er bevorzugt warme Tage von 15°C bis 25°C aufwärts und verträgt auch heisse Temperaturen.

Im Sommer kannst du ihn also ruhig ins Freie stellen. Die meisten Kakteenarten mögen dabei einen sonnigen Platz. Je heller dein Kaktus ist, umso mehr Sonne verträgt er.

Über einen Regenschauer freut sich dein Kaktus in der Regel, jedoch solltest du ihn vor Dauerregen schützen.

Im Herbst musst du deinen Kaktus wieder rein holen. Es gibt zwar ein paar frostharte Arten, die meisten fühlen sich im Winter allerdings bei dir in der Wärme am wohlsten.

Natürlich kann dein Kaktus auch das ganze Jahr über in deiner Wohnung bleiben. Ob Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Büro – er eignet sich für alle Räume mit viel Licht. Ins Badezimmer solltest du sie nur stellen, wenn du ein Fenster mit ausreichend Tageslicht hast.

Wenn du versuchst, bei deinem Kaktus Blüten zu züchten, sind die natürlichen Temperaturschwankungen wichtig. Im Sommer muss er dann ins Freie und im Herbst an einen hellen, kühlen Ort zum Überwintern. Optimal sind dort Temperaturen um die 5°C bis 10°C Grad. Ein Treppenhaus oder Wintergarten eignet sich dazu hervorragend.

Idealer Standort des Kaktus: hell bis sonnig

Kaktus giessen

Kakteen sind Überlebenskünstler aus der Trockengebieten und haben lieber zu selten als zu häufig Wasser.

Frühling - Sommer: Überprüfe alle 14 Tage, ob die Erde deines Kaktus vollständig ausgetrocknet ist.

Herbst - Winter: Während dieser Zeit kannst du deinen Kaktus sehr sparsam giessen. Einmal monatlich ist meist mehr als genug. Wende auch hier den Fingertest an.

Am besten tränkst du deinen Kaktus im Wasserbad. Das ahmt seine natürlichen Bedingungen nach: lange Trockenperioden, gefolgt von heftigen Regenschauern.

So gehts: Stelle deinen Kaktus in seinem Innentopf für 15 Minuten in einem Lavabo, Becken oder der Badewanne ins Wasser. Es reicht, wenn das Wasser ein paar Zentimeter am Topf hochreicht. Nachdem du das Wasser abgelassen hast, solltest du deine Pflanzen 10 Minuten ruhen lassen. Das Wasserbad wiederholst du erst, wenn der Erdballen komplett ausgetrocknet ist.

Grösseren Kakteen, bei denen das Wasserbad schwierig wird, gibst du einfach mit der Giesskanne Wasser, bis es aus den Abtropflöchern unten am Topf rausläuft. Das überschüssige Wasser kippst du nach ein paar Minuten weg.

Giesse nicht direkt auf deine Pflanze, sondern neben sie in die Erde. Einige Kakteen können sonst mit Verfärbungen reagieren.

Pflege vom Kaktus: hell und sonnig, alle 30 Tage wässern, 2x jährlich düngen

Kaktus düngen

Dein Kaktus benötigt 1× im Frühjahr und 1× im Sommer ein bisschen flüssigen Kakteendünger. Im Winter musst du ihn nicht düngen. Kakteen sind sehr genügsam, was Dünger angeht. Du musst es also nicht übertreiben.☝🏻

Besonderheiten von Kakteen

Dein Kaktus ist wie jede Sukkulente an harsche Bedingungen und Dürreperioden gewöhnt. Er speichert viel Wasser in seinen fleischigen Blättern und verdunstet dank seinem kompakten Wuchs und den manchmal leicht behaarten Blättern nur wenig Wasser. Er kann so auch mit einer niedrigen Luftfeuchtigkeit gut umgehen.

Passt der Kaktus zu mir?

Kakteen kommen mit Trockenheit und Hitze klar. Das macht sie zu Überlebenskünstlern, die auch mit Anfänger*innen und schwarzen Daumen klarkommen. Solange sie nicht zu oft gegossen und gedüngt werden und einen genug hellen Standort haben, überleben so ziemlich überall – wie ein wahrer Lucky Luke! 🏇

Mach zuhause also auf Wüste und ignorier deinen Kaktus die meiste Zeit, dann hast du einen Freund fürs Leben!

Dein Kaktus ist also die perfekte Einstiegspflanze und erfordert keinen grünen Daumen.

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Ist der Kaktus giftig?

Die meisten Kakteen sind ungiftig und gehören somit zu unseren tier- und kinderlieben Pflanzen. Teile des Feigenkaktus könnten sogar verzehrt werden.

Allerdings gibt es ein paar Arten, die giftig sind und vor Kindern und Haustieren in Sicherheit gebracht werden sollten. Das kannst du mit einem Hängetopf, Eschenbrettli oder Makrameehänger stylisch lösen. Beim Umtopfen solltest du zudem Handschuhe tragen – auch wegen der Stacheln.😉

Am besten schlägst du deine individuelle Kaktus-Art im botanischen Werk deines Vertrauens oder bei Dr. Google nach. Dann weisst du sicher, ob du einen giftigen Gesellen an der Hand hast.

Kakteen-Arten & -Farben

Kakteen kommen in den verschiedensten Formen und Farben vor. Wir zeigen dir ein paar der bekanntesten Arten. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere – mehr als 1800. Sie sind sich in Pflegefragen glücklicherweise sehr ähnlich.

Weihnachtskaktus (Schlumbergera) mit pinken Blüten

Weihnachtskaktus (Schlumbergera)

Bewaffneter Cereus (Armatocereus mataranus) in Keramiktopf

Bewaffneter Cereus (Armatocereus mataranus)

Schwiegermuttersessel (Echinocactus grusonii)

Schwiegermuttersessel (Echinocactus grusonii)

Osterkaktus (Hatiora) mit roten Blüten

Osterkaktus (Hatiora)

Bischofsmütze (Astrophytum myriostigma var. nude)

Bischofsmütze (Astrophytum myriostigma var. nude)

Feigenkaktus (Opuntia)

Feigenkaktus (Opuntia)

Greisenhaupt (Cephalocereus senilis) mit weissen Haaren

Greisenhaupt (Cephalocereus senilis)

Wachstum, Grösse & Blüten vom Kaktus

Kakteen können je nach Art klein und kompakt bleiben oder aber mehrere Meter in die Höhe schiessen. Das hängt immer davon ab, was für eine Pflanze bei dir zuhause steht. Wenn du weisst, um welche Art es sich handelt, findest du in Pflanzenforen schnell raus, wie gross sie wird.

Kleiner Kaktus in pinker Tasse

Von winzig kleinen Kakteen...

Meterhoher Kaktus in der Wüste

...bis zum gigantischen Kaktus findet sich in der Sukkulentenwelt alles.

Kaktus schneiden

Dein Kaktus braucht normalerweise keinen Schnitt. Falls du allerdings ein Exemplar hast, das auffallend dünn in die Länge wächst oder bald deine Zimmerdecke aufspiesst, kannst du es ein wenig stutzen. Bei Ersterem ist zudem ein Standortwechsel nötig, da ein lichter Wuchs auf Lichtmangel hindeutet.

Für den Schnitt nimmst du ein scharfes, desinfiziertes Messer. Nimm dir bei verzweigten Kakteen einen schmalen Trieb vor und schneide direkt am Übergang zum Stamm bzw. zur Basis. Nicht verzweigte kannst du am Stamm zurückschneiden.

Den abgeschnittenen Teil kannst du als Steckling weiterverwenden.

☝🏾 Hast du einen dickeren, nicht verzweigten Kaktus, kommt es beim Schneiden zu einer proportional sehr grossen Verletzung. Es kann sein, dass er sich davon nicht erholt. In diesem Fall raten wir dir von einem Schnitt ab.

Wann blüht der Kaktus?

Ob, wann und wie dein Kaktus blüht, ist abhängig von seiner Art. Hast du ein blühendes Exemplar bei dir zuhause, so kannst du es bei optimaler Pflege jährlich zum Blühen bringen. Was du dafür genau tun kannst, liest du hier:

Blüten am Feigenkaktus

Blüten am Feigenkaktus kommen vor allem in der Natur vor.

Wie kriege ich einen Kaktus zum Blühen?

Im Sommer darf es gerne auch mal über 20°C warm werden. Such deinem Kaktus also einen warmen Platz.

Genügend Licht ist bei allen Kakteen das A und O. Also immer her mit den sonnigen Plätzchen!😉

In seinem natürlichen Habitat geniesst dein Kaktus in der Nacht frische, selten sogar frostige Temperaturen und den Tag über heisse. Um dieses Szenario nachzubilden, stellst du ihn im Sommer nach draussen. Such ihm dort einen passenden Standort.

In den kühlen Monaten braucht dein Kaktus wie in seiner natürlichen Umgebung eine Winterpause. Ein Treppenhaus oder Wintergarten mit viel Licht und Temperaturen von 5°C bis 10°C eignen sich prima.

Krankheiten & Schädlinge vom Kaktus

Kakteen sind Überlebenskünstler und nicht zimperlich. Für Krankheiten und Schädlinge sind sie glücklicherweise nicht anfällig. Das heisst aber leider nicht, dass sie Superkräfte haben.🦸 Ihr grösstes Problem ist zu viel Wasser – und zwar nicht zu viel auf einmal, sondern zu häufiges Giessen.

Kaktus wird gelb

Gelbe Verfärbungen am Kaktus können verschiedene Ursachen haben. Nebst Wasser spielen Dünger oder Schädlinge eine Rolle.

Staunässe
Viel Wasser aufs Mal findet deine genügsame Pflanze toll. Wartest du dann aber nicht lange genug und gibst zu oft Wasser, kann das zu Staunässe führen. Mehr dazu in unserem Blogbeitrag übers Giessen.

Gibst du über längere Zeit zu häufig Wasser, solltest du deinen Kaktus umtopfen.

Nimm deine Pflanze vorsichtig aus dem Topf und entferne die Erde. Schneide faulige Wurzeln mit einem scharfen, sauberen Messer ab.

Giesse von nun an weniger oft oder verpass ihr einfach einmal im Monat (oder seltener) ein Wasserbad.

Überdüngung
Zu viel Dünger kann deinem Kaktus auf Dauer schaden, da er nur sehr wenig benötigt.

Hat er im Winter oder mehr als zweimal im Sommer Dünger bekommen und wird gelb, solltest du ihn in frische Erde umtopfen und von nun an weniger düngen.

Hast du zwar selten, aber in grosser Menge gedüngt, reicht es, das in Zukunft zu reduzieren.

Schädlinge
Saugende Schädlinge wie Läuse oder Spinnmilben zapfen deinem Kaktus den energiereichen Pflanzensaft ab. Das kann zu unschönen Flecken und Verfärbungen führen.

Schau dir deinen Kaktus also genau an. Zeigt er weisse Gespinste, Netze oder kleine Punkte? Dann solltest du diese abwischen, -kratzen oder -duschen und die Pflanze die nächsten Tage genau beobachten. Kehren die Fieslinge zurück, kannst du sie mit einem Pflanzenschutzmittel attackieren.

Kaktus wird braun

Braune Kaktusteile haben teilweise dieselben Ursachen wie gelbe. Entweder werden sie gleich braun oder aber sie verfärben sich zuvor gelb.

Staunässe
Staunässe kommt durch zu viel Wasser. Sie führt zur Wurzelfäulnis, wodurch dein Kaktus nicht mehr genügend Nährstoffe und Wasser aufnehmen kann. Je nachdem können Kaktus-Teile dann auch weich und matschig sein oder fallen bereits ab.

In diesem Fall ist schnelles Handeln erforderlich! Dein Kaktus braucht einen neuen Topf mit frischer Erde.

Nimm deine Pflanze dazu vorsichtig aus dem alten Topf und entferne die alte Erde so weit wie möglich. Faulige, schwarze Wurzeln schneidest du mit einem sauberen Messer ab.

Ab sofort reduzierst du das Giessen und verpasst deinem Kaktus lieber mal ein Wasserbad.

Düngefehler
Der häufigste Düngefehler ist Überdüngung. Dein Kaktus braucht nur einmal im Frühling und einmal im Sommer Dünger. Hast du ihm bereits über längere Zeit schon mehr Dünger gegeben, musst du ihn umtopfen. Andernfalls kannst du einfach reduziert düngen.

Bei einem Mangel liegt das entweder an einem zu klein gewordenen Topf bzw. zu alter Erde oder zu wenig Düngeabgaben. Ist die Erde durchwurzelt, musst du deinen Kaktus umtopfen. Andernfalls gibst du ihm einen Schuss Kakteendünger und düngst ihn ab jetzt einmal im Frühling und einmal im Sommer.

Falscher Standort
Bei einem Lichtmangel oder Sonnenbrand kommt es gerne zu braunen Flecken.

Ein Sonnenbrand entsteht bei einem Kaktus eigentlich nur dann, wenn er sich das Licht nicht gewohnt war und zu schnell an die pralle Sonne gestellt wurde. Gehe in diesem Fall den Umzug an seinen neuen Platz langsam an und stelle ihn erstmal wieder etwas schattiger.

Bei zu wenig Licht hilft ein Standortwechsel in die umgekehrte Richtung.

Schädlinge
Läuse und Spinnmilben zapfen deinem Kaktus den wertvollen Pflanzensaft ab. Das verursacht Flecken und Verfärbungen. Erkennen kannst du die Biester als kleine Gespinste oder an feinen Netzen.

Wenn du diese entdeckst, solltest du die betroffenen Teile abwischen, -kratzen oder -duschen und ein paar Tage beobachten. Kommt es zu einem erneuten Befall, behandelst du deinen Kaktus mit einem Pflanzenmittel.

Kaktus verliert Blätter

Staunässe oder ein Lichtmangel können dafür verantwortlich sein, dass dein Kaktus Blätter abwirft.

Steht deine Pflanze zu dunkel, braucht sie einfach einen neuen Standort.

Steht der Kaktus allerdings schon länger im Wasser, wird es schwierig. Du kannst versuchen, ihn in frische Erde umzutopfen und die fauligen Wurzeln mit einem scharfen, sauberen Messer abzuschneiden.

Danach solltest du das Giessen reduzieren – lieber weniger häufig (in deinem Fall: sehr viel weniger häufig) und wenn, dann am liebsten ein Wasserbad.

Kaktus wird weich und schrumpelig

Wassermangel kommt bei Kakteen zwar sehr, sehr selten vor, aber komplett ignorieren kannst du deinen Kaktus nicht. Er ist ein Lebewesen und braucht Wasser.

Die ansonsten prall mit Wasser gefüllten Pflanzenteile erschöpfen ihre Reserven und ziehen die Feuchtigkeit zurück zur Basis der Pflanze. Die äusseren Teile werden dann schrumpelig.

In dem Fall stellst du deinen Kaktus mit der ausgetrockneten Erde in ein mit Wasser gefülltes Lavabo oder eine Badewanne und lässt ihn sich mit Wasser vollsaugen.

Wenn die oberste Erdschicht nach 45 Minuten noch nicht durchfeuchtet ist, gibst du ihm noch von oben auf die Erde etwas Wasser.

Lass den Kaktus anschliessend 15 Minuten abtropfen und stelle ihn danach wieder an seinen Platz zurück.

Von nun an giesst du ihn gemäss seinen Vorlieben.

Kaktus wird weich und matschig

Weiche, matschige Pflanzenteile deuten auf eine Überwässerung hin. Das heisst, dass dein Kaktus zu häufig Wasser gekriegt hat.

Du kannst jetzt versuchen, die Pflanze in frische Erde umzutopfen.

Entferne dabei so viel alte Erde wie möglich und schneide die schwarzen, fauligen Wurzeln mit einem desinfizierten Messer ab.

Gib deinem Kaktus von nun an weniger Wasser und verpass ihm bei Bedarf lieber ein Wasserbad. Er kommt viel besser mit Trockenheit klar als mit zu häufigem Wässern..

Schädlinge vom Kaktus

Dein Kaktus wird selten von unbeliebten Schädlingen befallen. Das können lästige Wollläuse, Spinnmilben oder Schildläuse sein.

Idealerweise entdeckst du diese bereits im Anfangsstadium. Halte beim Giessen daher stets die Augen offen. Du erkennst die Parasiten an orangen Punkten, klebrigen Flecken oder weissen Gespinsten.

Kratze, wische und/oder dusche die befallenen Stellen ab und kontrolliere sie täglich. Tauchen die Schädlinge wieder auf, kannst du einen Zimmerpflanzen-Spray verwenden. Sind nach 3-5 Tagen immer noch Schädlinge vorhanden, wiederholst du die Behandlung.

Wichtig: Isoliere befallene Pflanzen immer sofort. Ansonsten könnten sich die Parasiten auf andere grüne Freunde ausbreiten.

Noch mehr zu den unbeliebten Mitbewohnern erfährst du in unserem Blogbeitrag zum Thema Schädlinge.

Drei Kakteen in Kokoskörbe, an Schnüren von Hände gehalten
Drei Kakteen in Kokoskörbe, an Schnüren von Hände gehalten
Drei Kakteen in Kokoskörbe, an Schnüren hängend
Nahaufnahme von einem Kaktus im Kokoskorb
Nahaufnahme von einem Kaktus im Kokoskorb
Nahaufnahme von einem Kokoskorb
Nahaufnahme von einem Kaktus im Kokoskorb

Kaktustrio im Kokoskorb

CHF 58.00
Mehr Details

Kaktus überwintern

Dein Kaktus kann den Winter über gut an seinem gewohnten Platz in deiner Wohnung bleiben. Tränke ihn in dieser Zeit massiv weniger und dünge ihn gar nicht.

Möchtest du deiner Pflanze gerne Blüten abgewinnen, dann ist ein naturähnlicher Temperaturunterschied hilfreich. Ein kühler Winter versetzt sie in eine Ruhepause, in der sie ihre Energiereserven füllen. So kann sie im Frühjahr dann Energie in die Blütenproduktion stecken.

Stelle deinen Kaktus in diesem Fall im Herbst an einen immer noch hellen Ort, der mindestens 5°C kühler ist als sein Sommerquartier. Optimal sind 5°C bis 10°C. Ein unbeheiztes Treppenhaus oder ein Wintergarten ist gut geeignet.

Es gibt ein paar Kakteenarten, die durch die kalten Nächte in ihrer Heimat frosthart geworden sind und draussen bleiben können. Das sind unter anderem der Feigenkaktus, Igelsäulenkaktus, Kugelkaktus, die Grusonia oder Cylindropuntia.

Wenn du ein solches Exemplar draussen stehen hast, kommt es in die Erde gepflanzt besser durch den Winter als im Topf.

Hältst du deine Pflanze im Kübel, sollte dieser in einen Mantel gepackt werden. Dazu wickelst du den Kübel in Jutetücher und Vlies ein. Ausserdem solltest du den Topf auf Holz, Karton oder Styropor stellen, um kalte Füsse zu vermeiden.

Stelle zudem im September das Giessen ein und beginne erst im Frühjahr wieder mit Wässern.

Kaktus umtopfen

Kakteen musst du nach ein bis fünf Jahren mal umtopfen. Dabei kommt es ganz auf die Art an: Schnell wachsende brauchen jedes Jahr einen neuen Topf, langsame Pflanzen weniger oft. Eine einfache Regel lautet: Sobald der Topf durchwurzelt ist, ist der Zeitpunkt fürs Umtopfen gekommen.

Der neue Topf sollte im Durchmesser 1-2cm grösser sein. Je nachdem, wie giftig oder pieksig dein Kaktus ist, ziehst du dir vorher besser Handschuhe an.

  • Nimm deinen Kaktus aus dem alten Topf und klopfe die alte Erde vorsichtig ab.
  • Kaputte oder faulige Wurzeln schneidest du mit einem desinfizierten Messer ab.
  • In einen mit Kakteenerde vorbereiteten Topf stellst du deinen Kaktus und füllst die Zwischenräume auf. Pass auf, dass deine Pflanze nicht tiefer steht als im vorigen Topf.
  • Nach einer Woche kannst du deinen Kaktus das erste Mal giessen (am besten mit einem Wasserbad).
Drei Kakteen in metallenen Töpfen hochgehalten von drei Hände
Drei Kakteen in metallenen Töpfen hochgehalten von drei Hände
Kakteen in metallenen Töpfen in mehreren Reihen hintereinander
Nahaufnahme von einem Kaktus
Drei Kakteen in metallenen Töpfen, auf einem braun-schwarzen Regal.
Drei Kakteen in metallenen Töpfen
Drei Kakteen in metallenen Töpfen
Drei Kakteen in metallenen Töpfen
Nahaufnahme von einem Kaktus mit Blüten
Nahaufnahme von einem Kaktus
Nahaufnahme von einem Kaktus

Kakteen Trio

CHF 59.00
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Kaktus vermehren

Die beste Zeit für die Vermehrung deiner Pflanze ist im Frühjahr. Dann können sich die Wurzeln rascher bilden.

Dein Kaktus lässt sich auf verschiedene Arten vermehren. Welche Variante für ihn am besten passt, kann variieren. Wir zeigen dir hier die gängigsten Methoden.

Wenn du weisst, welche Kaktus-Art du hast und es noch genauer wissen willst, kannst du dich bei Dr. Google weiter informieren.

Achtung: Wenn dein Kaktus giftig ist, solltest du Handschuhe tragen.

Kaktus vermehren durch Ableger bzw. Kindel

Eine sehr einfache Variante ist die Vermehrung über Kindel. Das sind die Ableger, die sich im Topf direkt neben deiner Pflanze bilden.

Ob, wann und wie oft dein Kaktus einen Ableger bildet, ist schwer zu sagen. Halte beim Giessen einfach die Augen offen.

  • Hast du einen Kindel entdeckt, der bereits deutlich entwickelt ist, kannst du diesen vorsichtig aus der Erde nehmen.
  • Wenn deinen Baby-Kaktus noch über die Wurzeln an der Mutterpflanze hängt, kannst du die Verbindung mit einem sauberen, scharfen Messer kappen.
  • Stecke deinen Ableger in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf und stelle ihn an einen hellen, nicht direkt sonnigen, aber schön warmen Platz.
  • Wenn dein Kindel beginnt, weitere Triebe zu bilden, kannst du ihn in einen Topf mit Kakteenerde umsiedeln und an einen sonnigeren Standort stellen.

Kaktus vermehren über Stecklinge

Eine je nach Kaktus-Art etwas schwierigere Variante ist die Vermehrung über Stecklinge. Du kannst gut Blatt- oder Kopfstecklinge verwenden. Bei grösseren Pflanzen kannst du auch einen Stammsteckling nehmen.

Wenn du deinen Kaktus über Stecklinge vermehren möchtest, geht das am besten, indem du einen Seitentrieb an einer möglichst schlanken Stelle abschneidest.

👉🏿 Ein Blattsteckling ist ein einzelnes Blatt, das du zur Vermehrung nimmst.

👉🏻 Ein Kopfsteckling ist eine Triebspitze (je nach Art mit einem Stängel und/oder mehreren Blättern dran).

👉🏽 Ein Stammsteckling ist ein Teil ohne Triebspitze. Dieser kann direkt unter der Triebspitze sein oder auch weiter unten an deiner Pflanze.

  • Wenn du dich für einen Steckling entschieden hast, schneidest du ihn vorsichtig mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere ab. Dein Schneideinstrument desinfizierst du vorher, damit keine Keime in die Wunde geraten. Blattstecklinge wie vom Weihnachts- oder Osterkaktus kannst du auch von Hand vorsichtig abbrechen.
  • Tritt bei deinem Kaktus Milchsaft aus, kannst du die Stelle mit einem in warmes Wasser getunkten Tuch abtupfen. (Mit Handschuhen, versteht sich, weil eventuell giftig!🤓)
  • Lege deinen Steckling auf Haushaltspapier und lass ihn ein paar Stunden antrocknen. Stecke ihn anschliessend in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf. Der Topf darf ruhig etwas enger sein.
  • Wässere die Erde leicht und halte den Topf an einem hellen, aber nicht sonnigen Ort schön warm. Die Wurzelbildung kann nun mehrere Wochen bis Monate dauern.
  • Wenn dein Steckling neue Triebe zu bilden beginnt, ist er reif für einen neuen Topf mit Kakteenerde.

Kaktus vermehren mit Samen

Wenn du einen blühenden Kaktus hast, kann es vorkommen, dass dieser durch Insekten oder den Wind befruchtet wird und Samen ausbildet. Diese kannst du trocknen und im nächsten Frühjahr zur Aussaat nutzen. Falls du deiner Pflanze keine Samen abgewinnen kannst, findest du diese auch im Fachhandel.

  • Streue die Samen in einem mit Anzuchterde vorbereiteten Topf aus. Drücke sie leicht an und bedecke sie mit einer sehr dünnen Schicht Erde.
  • Decke den Topf mit einer Folie ab, um ein Mikroklima zu schaffen. Lüfte die Folie täglich, um Schimmel zu vermeiden. Die Erde solltest du feucht halten.
  • Stelle den Topf an einen warmen, halbschattigen Ort.
  • Sobald die Samen zu keimen beginnen, kannst du die Folie entfernen.
  • Warte nun noch ab, bis du eine 2-3cm grosse Jungpflanze hast, dann kannst du diese in normale Kakteenerde umsetzen.

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