Pflanzenlexikon

Strelitzie

Die Strelitzia nicolai gehört zu den Eleganten unter den Zimmerpflanzen. Ihre ausladenden Blätter erinnern an Bananenbäume und versprühen tropische Vibes.

Strelitzie, gehalten von einem Mann
  • Licht & Standort
  • Strelitzie giessen
  • Strelitzie düngen
  • Giftigkeit der Strelitzie
  • Andere Strelitzie-Arten & -Farben
  • Wachstum, Grösse & Blüten der Strelitzie
  • Krankheiten & Schädlinge der Strelitzie
  • Strelitzie überwintern
  • Strelitzie umtopfen
  • Strelitzie vermehren
Sprechblase

Offizielle Bezeichnung 
Strelitzia nicolai

Welt

Herkunft & Verbreitung
Die Strelitzie kommt aus Südafrika, Mosambik und Simbabwe. Dort gedeiht sie in Dünen und küstennahen Wäldern.

Liste

Alternative Namen:
Baum-Strelitzie, Natal-Strelitzie, White Bird of Paradise, Natal Wild Banana

Lupe

Fun Fact
Der Name Strelitzia wurde ihr zu Ehren der Königin Charlotte von England aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz gegeben. Den Zusatz nicolai erhielt sie zu Ehren des dritten Sohnes von Czar Nicholas I von Russland.

Pflege der Strelitzie

Licht & Standort

Die Strelitzie braucht einen hellen und sonnigen Standort. Zugluft mag sie nicht. Sie bevorzugt Temperaturen zwischen 18 und 24°C. Temperaturen unter 8°C sind der Strelitzie zu kalt.

Im Sommer kannst du sie auch nach draussen stellen. Dabei solltest du direkte Sonne vermeiden. Zu viel Sonnenlicht kann zu einem Sonnenbrand führen, bei welchem die Blätter der Strelitzie braun werden und abfallen. Wächst die Strelitzie zu stark, musst du sie gegebenenfalls an einem schattigeren Ort platzieren.

Die Strelitzie ist eine ideale Pflanze für helle Badezimmer und Büroräume. Sie benötigt generell eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Idealer Standort der Strelitzie: hell, verträgt auch direktes Sonnenlicht

Strelitzie giessen

Frühling - Sommer: Überprüfe alle 5 Tage, ob der obere Teil der Erde (ca. 2-3 cm) trocken ist. Dazu kannst du einfach deinen Finger in die Erde stecken. Ist die Erde trocken, kannst du die Pflanze giessen. In diesen Monaten wächst die Strelitzie am besten, daher sollte das Innere ihrer Erde immer schön feucht bleiben.

Herbst - Winter:
Während dieser Zeit mag sie es lieber trocken. Ihr Erdballen sollte aber nie ganz austrocknen.

Strelitzie düngen

Im Frühjahr und im Sommer solltest du die Strelitzie alle 20 Tage düngen. Im Winter musst du sie nicht düngen.

Wenn deine Strelitzie frisch umgetopft wurde, empfehlen wir dir unsere Biodünger Pellets. Diese geben beim Giessen stückweise Nährstoffe ab. Während der Wachstumsphase im Sommer benötigt die Strelitzie aber etwas mehr Dünger, weshalb wir dir Flüssigdünger empfehlen. Mit dem Giesswasser gemischt, gelangt der Dünger an alle Wurzeln. Dies bewirkt eine optimale und schnellere Nährstoffversorgung als mit Biodünger Pellets.

Pflege der Strelitzie: viel Licht und Sonne, alle 5-10 Tage giessen, im Frühling und Sommer alle 20 Tage düngen

Sonstige Pflege der Strelitzie

Wie viele Zimmerpflanzen ist auch die Strelitzie kein Freund von Staub. Daher kannst du ihre Blätter gerne ab und zu feucht abstauben.

Passt die Strelitzie zu mir?

Die Strelitzie passt zu dir, wenn du ihr etwas Raum geben kannst, um sich zu entfalten. Ein Regal ohne Luft nach oben und zur Seite ist nicht ideal.

Die Strelitzie ist eine eher pflegeleichte Pflanze und deshalb für Anfänger*innen geeignet.

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Ist die Strelitzie giftig?

Die Strelitzie gilt als schwach giftig. Ihre Blätter, Blüten und Samen sollten nicht von Kindern und Haustieren in den Mund genommen werden.

Andere Strelitzien-Arten & -Farben

Die Strelitzia nicolai ist eng verwandt, aber nicht zu verwechseln mit der Paradiesvogelblume (Strelitzia reginae). Insgesamt gibt es fünf Strelitzien-Arten, welche alle Blüten ausbilden.

Es sind dies: Strelitzia nicolai, Strelitzia reginae, Strelitzia juncea, Strelitzia alba und Strelitzia caudata.

Strelitzia reginae

Strelitzia reginae

Orange, vogelartige Blüte der Strelitzia reginae

Strelitzia reginae

Wachstum, Grösse & Blüten der Strelitzie

In der Natur wird die Strelitzie bis zu zwölf Meter hoch und vier Meter breit. Bei dir zuhause passt sie sich an das Umfeld an und bleibt deutlich kleiner. Sie wachst primär in die Breite und bildet im Frühling und Sommer neue Blätter. Die Blätter haben in der Natur Schlitze, damit sich die Strelitzie starken Winden anpassen kann. Deshalb können die Blätter schnell reissen – dies schadet ihnen jedoch nicht.

Strelitzie schneiden oder kürzen

Du solltest deine Strelitzie nicht zurückschneiden. Dies schadet ihr mehr, als dass es ihr guttut. Ein Zurückschneiden bewirkt bei der Strelitzie nicht, dass sie besser wächst oder früher Blüten ausbildet!

Braune, vertrocknete Blätter kannst du aber ruckartig ausreissen. Wenn du leicht an ihnen ziehst und noch starken Widerstand spürst, solltest du noch einige Tage warten. Durch das Entfernen der alten Blätter kann deine Strelitzie ihre Energie an einem anderen Ort einsetzen.

Wann blüht die Strelitzie?

Bei optimalen Bedingungen und hellen Lichtverhältnissen schenkt dir die Strelitzie jährlich blau-weisse Blüten. Die ersten Blüten bildet die Pflanze aber erst ab einem Alter von etwa fünf Jahren. Die Blüten der Strelitzie sehen aus wie der Kopf eines exotischen Vogels. Die Blühphase beginnt meist im Dezember und dauert etwa vier bis sechs Wochen. Um zu blühen braucht die Pflanze jedoch reichlich Wärme, weshalb sie auch bereits im Sommer blühen kann.

Blattstruktur Strelitzie nicolai mit samtiger, gerillter Oberfläche

Blattstruktur Strelitzie nicolai

Schwarze, vogelähnliche Blüte der Strelitze nicolai

Blüte Strelitze nicolai

Wie kriege ich eine Strelitzie zum Blühen?

Um die Strelitzie zum Blühen zu bringen, musst du folgende Punkte beachten:

Die Strelitzie braucht zum Blühen genügend Licht und Wärme. Du solltest sie im Sommer aber nicht gerade in der Mittagshitze an die pralle Sonne stellen. Auch direkt hinter einer Glasscheibe besteht im Hochsommer Überhitzungsgefahr. Allerdings ist ein heller Standort notwendig, um der Strelitzie die Energie zur Blütenbildung zu liefern.

Gerade im Sommer hat die Strelitzie einen hohen Wasserbedarf. Deshalb solltest du sie giessen, sobald die obersten 1-2cm ihrer Erde trocken sind. Zu wenig Wasser raubt der Pflanze Energie, weshalb die Strelitzie möglicherweise keine Blüten ausbildet. Aber Achtung: zu viel Wasser ist kontraproduktiv und kann die Pflanze eingehen lassen! Mit dem Fingertest in der oberen Erdschicht findest du das richtige Mass.

Wie alle Pflanzen gedeiht die Strelitzie schlecht, wenn ihre Erde keine Nährstoffe mehr hat. Wenn auch ihr Topf zu klein geworden ist, kannst du sie im Frühjahr vorsichtig umtopfen. Als kurzfristige Lösung eignet sich auch moderates Düngen, beispielsweise mit unseren Biodünger Pellets. Diese geben deiner Pflanze einen Extra-Kick Mineralien und Energie für die Blütenbildung.

Gönne deiner Strelitzie einen kühlen Winter. Durch Temperaturen zwischen 10 – 12°C kann sie Energie sparen und sich gut regenerieren. Damit du zuhause nicht frieren musst, kannst du sie beispielsweise in ein regelmässig beleuchtetes Treppenhaus stellen. So startet die Strelitzie mit etwas Glück voller Elan in die Wachstumsphase und bildet früh Blüten aus.

Achtung: Hast du an deiner Strelitzie Blüten entdeckt, solltest du die Pflanze nicht mehr an einen neuen Standort stellen. Ein Standortwechsel kann die Blühphase unterbrechen.

Wenn die Blühphase vorbei ist und die Blüten welk werden, kannst du sie einfach am Ansatz abschneiden. Tust du das nicht, bilden sich die Früchte mit den Samen. Diese kosten die Strelitzie viel Kraft und macht sie potenziell anfälliger für Schädlinge. Sofern du deine Pflanze nicht über Samen vermehren möchtest, kannst du die Blüte also schon vorher abschneiden. Dazu setzt du einfach unten am Blütenansatz an. So verhinderst du auch, dass sie nach der Blühzeit unschön runterbröckeln.

Tipp: Die wunderschönen Blüten kannst du übrigens auch möglichst tief am Ansatz abschneiden und in eine Vase stellen!

Krankheiten & Schädlinge der Strelitzie

Grundsätzlich ist die Strelitzie bei angemessener Pflege nicht anfällig für Krankheiten.

Wie die meisten Zimmerpflanzen ist auch die Strelitzie kein Fan von Staunässe. Staunässe vermeidest du durch angemessenes Giessen und eine gute Durchlässigkeit der Erde. Mehr dazu in unserem Blogbeitrag über richtiges Giessen.

Hier haben wir dir weitere häufige Symptome der Strelitzia nicolai aufgezählt:

Strelitzie kriegt gelbe Blätter

Vereinzelte gelbe Blätter müssen dir nicht unbedingt Sorgen bereiten. Wie jede Pflanze erneuert auch die Strelitzie ihre Blätter von Zeit zu Zeit. Alte Blätter verfärben sich gelb und werden abgeworfen.

Gelbe Blätter können aber auch ein Anzeichen für ein Nährstoffmangel sein. Gerade im Sommer braucht die Strelitzie viele Nährstoffe, weshalb du sie regelmässig düngen solltest (👉 Strelitzie düngen).

Strelitzie kriegt braune Blätter

Es gibt diverse Gründe, weshalb deine Strelitzie braune Blätter bekommt.

Der wahrscheinlichste Grund ist zu wenig Wasser. Wenn du die Strelitzie zu wenig giesst, vertrocknen ihre Blätter (👉Wasserbedarf der Strelitzie). Aber auch wenn die Strelitzie neben einer Heizung steht, kann es ihr zu warm oder zu trocken werden und die Blätter verfärben sich braun.

Aber auch wenn die Strelitzie zu viel oder zu oft Wasser bekommt, können ihre Blätter braun werden. Dies insbesondere, wenn sie von Staunässe betroffen ist.

Falls die Blätter braun und stellenweise regelrecht verbrannt aussehen, hat die Strelitzie zu viel direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Auch Pflanzen können einen Sonnenbrand kriegen! Du solltest sie an einen hellen, aber vor direkter Sonne geschützten Platz stellen (👉Standort der Strelitzie).

Weitere Gründe für braune Blätter können Zugluft oder Überdüngung sein.

Die braunen Blätter deiner Strelitzie kannst du übrigens entfernen. Sie werden nicht mehr grün. So kann deine Strelitzie die Energie an einem anderen Ort einsetzen. Jedoch solltest du die Blätter nicht abschneiden, sondern warten, bis sie endgültig vertrocknet sind. Dann kannst du sie mitsamt dem Stängel ausreissen.

Strelitzie hat eingerollte, wellige Blätter

Wenn sich die Blätter der Strelitzie einrollen, ist dies in den meisten Fällen ein Zeichen für zu wenig Wasser. Achtung: Deiner Strelitzie direkt viel Wasser zu geben, ist die falsche Lösung. Es besteht Gefahr von Staunässe. Lieber solltest du deinen normalen Giessplan so anpassen, dass du die Strelitzie leicht häufiger giesst.

Falls sich die Erde deiner Strelitzie jedoch nass anfühlt und sich die Blätter einrollen, kann dies auch ein Zeichen von zu viel Wasser sein. Hier solltest du die Wassermenge und/oder Häufigkeit des Giessens verringern.

Die Strelitzie verliert über ihre grossen, dünnen Blätter viel Wasser. Deshalb können eingerollte Blätter auch ein Zeichen von zu trockener Luft sein. Du solltest die Strelitzie nicht neben einer Heizung platzieren. Tipps, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, findest du in unserem Blog über das ideale Raumklima.

Die Strelitzie rollt ihre Blätter am Tag ein und in der Nacht wieder aus? In diesem Falle ist es der Strelitzie zu warm und zu zugig. Durch das Einrollen möchte sie verhindern, dass zu viel Wasser über ihre Blätter verdunstet. Hier solltest du eventuell einen anderen Standort wählen.

Falls die Blätter deiner Strelitzie von Schädlingen befallen sind, werden sie sich nach einiger Zeit ebenfalls einrollen. Alle Infos zu Schädlingen der Strelitzie findest du weiter unten.

Strelitzien-Blätter knicken ab oder reissen ein

Wenn die Blätter deiner Strelitzie abknicken, ist das in der Regel ein Zeichen von zu wenig Licht. Im Sommer wachsen die Strelitzien in Kombination mit Dünger oft relativ stark. Wenn sie jedoch zu wenig Licht erhalten, können sie ihre Blätter nicht genug stützen und sie knicken um. Deshalb solltest du deiner Strelitzie einen Standort mit mehr Licht gönnen.

Wenn du deine Strelitzie im Sommer draussen hast, kann aber auch zu viel Wind für das Umknicken sorgen. Strelitzien sind kein Fan von zu viel Wind. Hier kann ein windstiller Platz helfen. *Übrigens:* In der Natur reissen die Blätter der Strelitzie bei Windstössen ein, damit die Pflanze weniger Widerstand hat und nicht umfällt. Dies kann auch in deinem Garten passieren. Es sieht vielleicht unschön aus, schadet deiner Pflanze aber nicht.

Schädlinge der Strelitzie

Trockene Heizungsluft in den Wintermonaten kann dazu führen, dass die Strelitzie von lästigen Wollläusen, Spinnmilben und Schildläusen befallen wird. Wollläuse und andere Schädlinge finden sich oft an der Blattunterseite. Wenn du die Pflanze giesst, kannst du gleich auch ihre Blätter genau anschauen. So erkennst du einen Befall idealerweise bereits im Anfangsstadium und kannst gleich reagieren. Du erkennst die Tierchen an orangen Punkten, klebrigen Flecken oder weissen Gespinsten. Wie du die Schädlinge vertreiben kannst:

– Die befallenen Blätter abwischen, abkratzen und/oder abduschen.
– Spinnmilben regelmäßig mit kalkfreiem Wasser einsprühen.
– Florfliegenlarven kaufen und auf der Pflanze verteilen.

Wenn du die Blätter abgewischt hast, solltest du sie idealerweise täglich kontrollieren. Tauchen erneut Schädlinge auf, solltest du einen Zimmerpflanzen-Spray verwenden. Diesen kannst du auf die Ober- und Unterseite aller betroffenen Blätter sprühen. Kontrolliere nach 3-5 Tagen alle Blätter erneut. Sind noch immer Schädlinge vorhanden, wiederholst du die Behandlung.

Wichtig: Isoliere befallene Pflanzen. Ansonsten könnten sich die Parasiten auch auf andere Pflanzen ausbreiten.

👉 Mehr Infos zu den Schädlingen und natürlich, was du gegen sie tun kannst, findest du in unserem Blog zum Thema.

Strelitzie überwintern

Wenn du deine Strelitzie als Zimmerpflanze hältst, musst du sie grundsätzlich nicht speziell überwintern. Unsere Wohnungen sind warm genug.

Jedoch mag es die Strelitzie im Winter gerne ein paar Grad kühler. Ein heller Standort mit Temperaturen zwischen 10-12°C ist ideal. Auf keinen Fall sollte die Strelitzie aber in einen dunklen Vorraum oder Keller gestellt werden. Wenn kein heller, kühler Standort wie ein Treppenhaus verfügbar ist, dann lass sie an ihrem normalen Platz.

Worin liegt der Vorteil des Überwinterns? Die Strelitzie senkt durch die kälteren Temperaturen ihren Energieverbrauch und kräftigt sich. Sobald die Wärme zurückkehrt, bildet sie eventuell Blüten aus. Leider ist die Chance auf Blüten ohne Überwintern nur sehr gering.

Wie die meisten anderen Pflanzen muss auch die Strelitzie im Winter weniger gegossen werden.

Der Winter ist vorbei? Dann heisst es zurück an den alten Platz! Du kannst die Strelitzie einfach aus ihrem Winterschlaf wecken und sie zurück an den hellen, warmen Standort stellen. Achte aber darauf, dass sie in den ersten Tagen keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. Durch die Ruhepause ist die Strelitzie anfangs hitzeanfälliger.

Strelitzie umtopfen

Grundsätzlich gehst du beim Umtopfen der Strelitzie gleich vor wie bei allen Zimmerpflanzen. Die Wurzeln der Strelitzie sind sehr sensibel und mögen es nicht, beschädigt zu werden. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten, wenn du deine Pflanze aus ihrem Topf nimmst. Du kannst normale Zimmerpflanzenerde verwenden.

Strelitzie vermehren

Die Strelitzie lässt sich auf verschiedene Arten vermehren.

Strelitzie vermehren über Ableger

Strelitzien bilden neben der Mutterpflanze Jungpflanzen aus. Diese verfügen über ein eigenes Wurzelwerk. Am einfachsten ist also die Vermehrung durch Wurzelteilung. Idealerweise trennt man die Sprösslinge im Frühling ab, sobald sie 2-3 Blätter haben. So klappts:

  • Nimm die Pflanze vorsichtig aus ihrem Topf und entferne die Erde (oder spüle sie ab). Die Wurzeln der Strelitzie sind eher fleischig und brüchig. Deshalb ist hier Vorsicht geboten. Sie mag es überhaupt nicht, wenn ihre Wurzeln beschädigt werden.
  • Desinfiziere eine Gartenschere, Haushaltsschere oder ein scharfes Messer. In unserem Blogbeitrag findest du alles, was du übers Desinfizieren wissen musst.
  • Trenne den Ableger mit seinen Wurzeln ab. Da die Sprösslinge der Strelitzie weitgehend eigene Wurzeln haben, musst du lediglich die Wurzeln durchtrennen, die den Sprössling und die Mutterpflanze verbinden. Achte darauf, die restlichen Wurzeln deiner Strelitzie nicht zu verletzen.
  • Pflanze den Ableger in einen neuen Anzuchttopf mit Löchern im Boden.
  • Giesse die Erde und halte das Substrat auch in der kommenden Zeit leicht feucht.
  • Platziere die Pflanze an einem hellen Standort ohne direkte Sonne. Düngen solltest du sie etwa 6 Wochen lang nicht.

Strelitzie vermehren durch Trennung des Wurzelballens

Wenn die Mutterpflanze noch keine Sprösslinge ausgebildet hat, kannst du sie auch durch Trennung des Wurzelballens vermehren. Hierzu musst du den Wurzelballen mit einem scharfen, desinfizierten Messer mittig durchschneiden. Bei beiden Schnittflächen ist es von Vorteil, wenn du Bewurzelungshormone, sogenannte Auxine, anbringst. Diese Hormone sind verantwortlich für die Wurzelbildung und im Fachhandel erhältlich.

Anschliessend kannst du beide Hälften separat eintopfen. Achte darauf, die Erde leicht feucht, keineswegs aber nass zu halten. Wenn beide Wurzelhälften nach einer gewissen Zeit Blätter ausbilden, war die Teilung erfolgreich.

Strelitzie vermehren mit Samen

Alternativ kannst du die Strelitzie auch über ihre Samen vermehren. Diese Methode dauert jedoch lange und eine voll blühende Pflanze kannst du erst in etwa fünf Jahren erwarten. Die Samen erhältst du im Fachhandel oder wenn deine Pflanze blüht. Sie sind schwarz glänzend und oftmals auf einer Seite von orangen Härchen bedeckt.

Du hast die Samen? Dann kanns losgehen:

  • Entferne die orangen Härchen von den Samenkörnern (von Hand oder mit einem Messer). Dies verhindert, dass die Samen in der Erde schimmeln.
  • Raue die Samen leicht an, bis das Weisse des Keims zum Vorschein kommt. Dies tust du am besten vorsichtig mit deinem Fingernagel oder einer Nagelfeile.
  • Lege die Samen für mind. 24 Stunden in ein Glas oder eine Schale mit lauwarmem Wasser (ca. 25°C). Die Samen saugen sich so mit Wasser voll und keimen schneller.
  • Pflanze die Samen nach dem Vorquellen in einen Anzuchttopf. Bedecke sie dabei mit etwa 2-3cm Erde.
  • Platziere den Topf an einen hellen, warmen Standort. Zu viel direktes Sonnenlicht kann die Erde austrocknen. Halte das Substrat stets feucht, etwa indem du einen Sprüher benutzt.

Die Keimung dauert einige Wochen. Sind Keimlinge zu sehen, war die Anzucht erfolgreich. Verzichte jedoch darauf, sie aus ihrem Topf zu entfernen. Umpflanzen solltest du die Strelitzie erst, wenn die Pflanze erste Blätter gebildet hat. Auch hier ist Geduld gefragt.

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