Als eine der artenreichsten Pflanzen hat die Begonie längst nicht mehr nur in Omas Wohnung ein Zuhause gefunden. Mit ihren schief-schönen Blättern motzt das Schiefblatt auch deine vier Wände auf.

Forellenbegonie und Blattbegonie nebeneinander
  • Licht & Standort
  • Begonie giessen
  • Begonie düngen
  • Giftigkeit der Begonie
  • Begonien-Arten & -Farben
  • Wachstum, Grösse & Blüten der Begonie
  • Krankheiten & Schädlinge der Begonie
  • Begonie überwintern
  • Begonie umtopfen
  • Begonie vermehren
Sprechblase

Offizielle Bezeichnung 
Begonia

Welt

Herkunft & Verbreitung
Ursprünglich ist die Begonie rund um die tropischen Gebiete entlang des Äquators beheimatet.

Liste

Alternative Namen:
Schiefblatt

Lupe

Fun Fact
Schon vor 200 Jahren wurde mit dem Züchten von Begonien begonnen. Deshalb haben wir heute über 900 Arten und Sorten in allen Farben und Formen. Nur ein reines Blau kriegst du bei der Begonie nicht zu sehen.

Pflege der Begonie

Licht & Standort

Die Begonie bevorzugt ihren Standort halbschattig bis schattig und auf jeden Fall ohne direkte Mittagssonne. In der Natur wird sie mit Temperaturen um die 20°C verwöhnt, bei dir zuhause verträgt sie Zimmertemperaturen ohne Probleme. Temperaturen unter 15°C sind ihr zu kalt. Im Sommer kann sie gerne auch auf deinem Balkon an einem sonnengeschützten Plätzchen die Freiluft geniessen.

Die Begonie passt in deiner Wohnung in jedes Zimmer. Sie eignet sich perfekt für das Schlafzimmer, Wohnzimmer, Badezimmer oder Büro. Sie mag die Luftfeuchtigkeit lieber etwas hoch, fühlt sich in deinem normalen Raumklima aber wohl.

Idealer Standort der Begonie: halbschattig bis schattig

Begonie giessen

Frühling - Sommer: Überprüfe alle 3 bis 5 Tage, ob der obere Teil der Erde (ca. 2-3cm) trocken ist. Dazu kannst du einfach deinen Finger in die Erde stecken. Ist die Erde trocken, kannst du die Begonie giessen.

Kalkarmes Wasser mag die Begonie generell lieber. Dazu kannst du einfach das Leitungswasser 1-2 Tage stehen lassen oder Regenwasser nehmen.

Herbst - Winter: Im Winter braucht deine Begonie etwas weniger Wasser. Überprüfe alle 5 bis 10 Tage, ob ihre Erde trocken ist, bevor du sie wässerst.

Begonie düngen

Im Frühjahr und im Sommer darfst du die Begonie alle 3 Monate mit einem Langzeitdünger wie Biodünger Pellets düngen. Flüssigdünger empfiehlt sich vor allem bei akutem Nährstoffmangel. Falls du aber ein*e vehemente*r Liquidünger-Verabreicher*in bist, gibst du alle zwei Wochen die Hälfte der angegeben Menge Flüssigdünger übers Giesswasser. Weniger ist mehr!

Im Winter brauchst du deine Begonie nicht zu düngen.

Noch mehr zum Thema Düngen gibt's auf unserem Blog.

Pflege der Begonie: halbschattig bis schattig, alle 3-10 Tage giessen, im Frühling und Sommer alle 3 Wochen düngen

Sonstige Pflege der Begonie

Deine Begonie ist kein Fan von Gewalt! Heftiger Wind oder Niederschlag sowie zu lange und schwere Triebe beschädigen rasch ihre Blätter oder Stiele. Stelle sie daher geschützt auf und stütze zu lange Triebe bzw. schneide sie ab.

Passt die Begonie zu mir?

Solange du kein Gegner vom Giessen bist, eignest du dich hervorragend als Pflanzenmama bzw. Pflanzenpapa einer Begonie. Sie ist – bis aufs regelmässige Giessen – anspruchslos, braucht nicht viel Platz und ist somit für Anfänger*innen und Daumen aller Farben geeignet.

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Ist die Begonie giftig?

Leider eignet sich deine Begonie nicht als Salatpflanze. Sie ist nämlich giftig und kann bei Tieren und Kindern zu Erbrechen und Durchfall führen.

Sind deine kleinen Mitbewohner*innen auf der Suche nach der Würze im Leben, solltest du deine Begonie ausser Reichweite platzieren.

Ein Hängetopf, Eschenbrettli oder schöne hübsche Makrameehänger eignen sich prima, um deine Begonie (und alle anderen Lebewesen in deinem Haushalt) zu schützen.

Andernfalls eignet sich dann eine ungiftige und damit tierfreundliche Pflanze besser.

Begonien-Arten & -Farben

Nebst der Begonie, für die du dich entschieden hast, gibt es noch über 900 andere Arten. Das macht die Begonia nicht nur zu einer wahnsinnig vielseitigen Pflanze, sondern auch zu einer der artenreichsten überhaupt.

In einer Symbiose mit dem Homo sapiens leben vor allem Arten, die wegen ihrer schönen und häufig auftauchenden Blüten oder ihren auffälligen Blättern als Zimmerpflanze gehalten werden, oder solche, die als Garten- oder Balkonpflanze kultiviert werden können.

Wir erlauben uns an dieser Stelle, dir nicht alle 900 Arten vorzustellen, sondern ein paar schmucke Vertreterinnen zu präsentieren:

Blattbegonie

Die Blattbegonie, Begonia rex

Eisbegonie

Eisbegonie, Begonia semperflorens

Forellenbegonie

Forellenbegonie, Begonia maculata

Knollenbegonie mit pinken Blüten

Knollenbegonie, Begonia Tuberhybrida

Knollenbegonie mit roten Blüten

Knollenbegonie, Begonia Tuberhybrida

Wachstum, Grösse & Blüten der Begonie

Deine Begonie wird als Zimmerpflanze normalerweise nur ein paar Zentimeter gross. In freier Wildbahn gibt es allerdings Arten, die bis zu 3 Meter hoch werden.

Ganz nach ihrem Trivialnamen «Schiefblatt» bildet sie asymmetrische, schiefe Blätter aus. Bei einigen Arten wie der Begonia rex können die auch spiralig zusammenkommen.

Begonie schneiden

Deine Begonie braucht einen regelmässigen Rückschnitt, um schöne neue Triebe und Blüten zu bilden. Alle vier Monate darfst du deshalb zur Schere oder zum Messer greifen und verwelkte Blüten und verfärbte oder abgestorbene Blätter abschneiden.

Desinfiziere vorher dein Schneideinstrument. Blüten schneidest du direkt am Stängel ab, tote oder verfärbte Blätter direkt am Übergang zum Trieb.

Natürlich kannst du auch einen Rückschnitt vornehmen, wenn dir deine Begonie über den Kopf wächst. Dabei schneidest du deine Pflanze einfach auf die gewünschte Grösse zurück. Mehr als 20 % der gesamten Pflanze sollten es allerdings nicht sein, da sie sich sonst nicht regenerieren kann.

Am besten nimmst du den Rückschnitt im Frühling vor, da sich deine Begonie bei einem grösseren Eingriff dann besser erholen kann. Das liegt daran, dass sie direkt nach der Winterruhe viel Energie geladen hat, die sie in die Regeneration stecken kann.

Noch mehr zum Thema Schneiden, Schnippeln und Trimmen gibts bei uns im Blog.

Wann blüht die Begonie?

Begonien sind je nach Art eher aufgrund ihrer Blüten oder wegen ihrer Blätter beliebt.

Genauso vielfältig wie sie selbst sind auch ihre Blüten. Sie kommen in allen Formen und Farben vor.

Blühende Begonien bilden von Mai bis Oktober ihre Blüten aus, ohne dass du dafür viel machen musst.

Das Wichtigste, das es zu beachten gilt, erfährst du aber gleich als Nächstes:

Begonia-Blüte in zartem Rosa und Violett

Wie kriege ich eine Begonie zum Blühen?

Verblühte Blüten solltest du regelmässig direkt unterhalb der Blüte abschneiden. Dazu nimmst du einfach ein desinfiziertes Messer oder eine Schere. So kann deine Begonie ihre Energie in eine neue Blüte stecken.

Krankheiten & Schädlinge der Begonie

Deine Begonie ist gegenüber Schädlingen oder Krankheiten nicht sehr empfindlich. Allerdings tritt hin und wieder Mehltau auf (siehe nächster Abschnitt). Was welche Symptome bedeuten, erfährst du hier.

Begonie kriegt weisse Flecken auf den Blättern

Bei weissen, grossflächigen Flecken handelt es sich bei Begonien meist um Mehltau.

Im Anfangsstadium ist Mehltau vor allem an den Blatträndern vorhanden, bevor er sich auf den Rest des Blatts und dann die ganze Pflanze ausbreitet.

Die Ursache liegt meist in einer zu tiefen Feuchtigkeit, also sowohl zu trockene Erde als auch tiefe Luftfeuchtigkeit.

Je schneller du jetzt handelst, umso besser. Ein fortgeschrittener Befall bedeutet nämlich den Tod für deine Begonie. Das kannst du tun:

  • Isoliere deine Begonie, um andere Pflanzen nicht zu infizieren.
  • Stark befallene Blätter schneidest du mit einem desinfizierten Messer ab.
  • Weniger stark befallene Blätter kannst du zunächst mit einer Milch-Wasser-Lösung behandeln. Dazu mischst du einen Teil Milch mit neun Teilen Wasser. Mikroorganismen in der Milch wirken gegen Mehltau. Sprühe deine Pflanze täglich ein.
  • Falls du damit keinen Erfolg hast, kannst du mit Fungizid-Mitteln den Kampf gegen den Pilz aufnehmen. Verwende dabei ein biologisches – der Umwelt zuliebe. Sprüh deine Begonie damit überall (auch auf der Blattunterseite) tropfnass ein und wiederhole das Ganze im Abstand von 7-12 Tagen.

Um deine Pflanze vor einem Mehltaubefall zu schützen, solltest du sie regelmässig giessen und die Luftfeuchtigkeit hoch halten. Vor allem im Winter sollte deine Begonie nicht in der Nähe einer Heizung stehen.

Mehr rund um Pflanzen-Krankheiten wie den Mehltau findest du in unserem Blogbeitrag dazu.

Begonie kriegt gelbe Blätter

Wenn deine Begonie gelbe Flecken oder Blattränder kriegt und sie die Blätter vielleicht auch noch hängen lässt oder ganz abwirft, hat sie wohl zu viel Wasser abgekriegt.

Staunässe kann es bei diesen durstigen Pflanzen schnell mal geben.

Meistens kommt das vom chronischen Übergiessen, sprich: die Häufigkeit ist das Problem, nicht das viele Giessen auf einmal.

Die Wurzeln ersticken dann mit der Zeit und fangen an zu faulen. Deshalb kann sich deine Begonie dann nicht mehr mit Nährstoffen und Wasser versorgen.

Ist die Erde also ganz nass, vielleicht sogar matschig und schlimmstenfalls faulig riechend, bedarf es einer Intervention:

  • Ist die Erdig faulig, solltest du deine Pflanze umtopfen und faulige, schwarze Wurzeln abschneiden. Frische, durchlässige Erde hilft ihr, dass sie sich wieder erholen kann.
  • Reduziere in Zukunft das Giessen. Am besten kannst du mit dem Fingertest überprüfen, ob deine Begonie Wasser braucht oder nicht.

Die gelben Blätter sind nicht mehr zu retten, weshalb du diese abschneiden darfst. So verschwendet deine Begonie ihre Energie nicht an die verlorenen Blätter und kann sich besser erholen.

Noch mehr Infos zu gelben Blättern findest du bei uns im Blog.

Begonie kriegt braune Blätter

Braune Blätter oder Flecken können entweder ein Zeichen für Staunässe sein oder für einen Sonnenbrand. Seltener kommt auch mal ein Lausbefall deiner Begonie in Frage. Am einfachsten findest du das im Ausschlussverfahren heraus:

Ist die Erde deiner Begonie nass, matschig oder riecht sie faulig?

Wenn ja, handelt es sich um Staunässe. Sie entsteht durch zu häufiges Giessen und meist färben sich die Blätter vorher gelb.

Das nasse Substrat führt dazu, dass deine Pflanze ertrinkt. Ihre Wurzeln beginnen zu faulen und sie kann sich nicht mehr mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Sind die Blätter schon braun, ist eine Rettung schwieriger, weil sie wohl schon länger nasse Füsse hat.

Topfe sie auf alle Fälle um und schneide die fauligen Wurzeln ab. Jetzt heisst es Geduld haben und hoffen! May your plant grow again.

Steht deine Begonie in der Sonne oder sehr, sehr hell?

Auf Sonne reagiert deine Pflanze etwas empfindlich. Sie kriegt schnell einen Sonnenbrand und sollte in dem Fall einfach etwas weg vom Fenster an einen halbschattigeren Platz gestellt werden.

Hat deine Begonie weder eine nasse Erde noch steht sie zu hell?

In dem Fall könnte es sich tatsächlich um Schädlinge wie die Pflanzensaft-saugenden Läuse handeln. Sie hinterlassen vor allem an der Blattunterseite fiese braune Flecken.

Im Winter ist deine Pflanze anfälliger, da die Heizungsluft in der Wohnung ihr Immunsystem schwächt.

Nimm mal die Blätter deiner Begonie in Augenschein. Siehst du an der Blattunterseite winzig kleine Krabbeltierchen, wischst du sie mit einem sauberen Tuch ab und isolierst deine Pflanze von anderen.

Halte die Luftfeuchtigkeit rund um deine Begonie hoch und kontrolliere die Blätter täglich. Siehst du erneut die Parasiten, darfst du zum Schädlingsbekämpfer in Form von Spray greifen.

Sprühe die betroffenen Blätter auf der Ober- und Unterseite ein und kontrolliere sie nach 3-5 Tagen. Wiederhole die Behandlung, falls die Tiere noch immer nicht weg sind.

Hat deine Begonie weder eine nasse Erde noch einen zu hellen Standort oder Krabbelviecher unter den Blättern?

Dann schau am besten mal auf unserem Blog zu braunen Blättern nach!

Begonien-Blätter fallen ab

Fallen deiner Begonie die Blätter aus, kann entweder zu viel oder zu wenig Wasser der Übeltäter sein. Steck den Finger in die Erde und überprüfe erstmal, ob die Erde klatschnass oder staubtrocken ist.

Staunässe kommt häufig in Kombination mit gelben oder braunen Blättern vor und hat ihre Ursache im zu häufigen Giessen.

Reduziere also das Giessen und gib erst Wasser, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Eventuell musst du deine Pflanze auch umtopfen, vor allem, wenn die Erde faulig riecht.

Trockenheit bedarf allerdings des Gegenteils. Greife also zur Giesskanne, deine Pflanze braucht Wasser. Auch hier solltest du anschliessend regelmässig mit dem Fingertest überprüfen, ob sie wieder Wasser braucht.

Begonien-Blätter sind klebrig

Klebrige Blätter sind meist ein Hinweis auf Läuse. Sie laben sich am superleckeren und energiereichen Pflanzsaft und scheiden anschliessend eine zuckerhaltige Substanz aus – den Honigtau.

Manchmal kannst du in dem Fall auch braune Flecken auf deiner Begonie beobachten.

Schau dir die Unterseite deiner Begonienblätter mal genauer an. Siehst du dort kleine Tierchen, kannst du folgendermassen vorgehen:

  • Isoliere deine Pflanze, um nicht auch noch andere Pflanzen zu gefährden.
  • Wische die Tiere mit einem Tuch ab.
  • Kontrolliere die Pflanze täglich und sprühe sie bei einem erneuten Befall mit einem Schädlingsspray ein.

Schädlinge der Begonie

Schädlinge kommen bei deiner Begonie glücklicherweise nicht so häufig vor. Allerdings sind lästige Wollläuse, Spinnmilben und Schildläuse, wenn sie doch mal da sind, eklige kleine Tierchen. Kontrolliere beim Giessen deshalb lieber immer alle Blätter, um einen Befall idealerweise schon im Anfangsstadium zu bemerken. Du erkennst die Tierchen an orangen Punkten, klebrigen Flecken oder weissen Gespinsten.

Wie du die Schädlinge vertreiben kannst:

  • Die befallenen Blätter abwischen, abkratzen und/oder abduschen.
  • Die Blätter regelmäßig mit Wasser einsprühen.

Wenn du die Blätter abgewischt hast, solltest du sie täglich kontrollieren. Tauchen erneut Schädlinge auf, verwendest du einen Zimmerpflanzen-Spray. Diesen sprühst du auf die Ober- und Unterseite aller betroffenen Blätter. Kontrolliere alle Blätter nach 3-5 Tagen erneut. Sind noch immer Schädlinge vorhanden, wiederholst du die Behandlung.

Wichtig: Isoliere befallene Pflanzen immer sofort. Ansonsten könnten sich die Parasiten auf andere grüne Freunde ausbreiten.

Spezifische Infos zu den einzelnen Schädlingsarten findest du in unserem Blogbeitrag zum Thema Schädlinge.

Begonie überwintern

Falls deine Begonie im Sommer sowieso drinnen bleibt, musst du für den Winter keine speziellen Vorkehrungen treffen, ausser das Giessen zu reduzieren.

Steht deine Begonie im Sommer draussen, solltest du sie vor dem ersten Frost wieder rein holen, da sie nicht winterhart ist.

Blühende Knollenbegonien lagerst du dann am besten kühl und dunkel. Vorher solltest du die grünen Triebe abschneiden. Ab Februar können die Knollenbegonien dann im Haus schon mal neu austreiben, bevor du sie nach den Eisheiligen wieder nach draussen bringst.

Andere Begonienarten dürfen im Winter bei dir in die Wohnung Einzug halten. Stelle sie an einem hellen, nicht sonnigen Platz auf und lass ihre Erde nicht austrocknen. Heizungsluft vertragen sie nicht sehr gut, weshalb du sie nicht direkt neben einer Heizquelle platzieren solltest.

Möchtest du das mit dem Überwintern genauer wissen, kannst du in unserem Blog mehr dazu lesen.

Begonie umtopfen

Deine Begonie topfst du am besten im Frühjahr um, da sie sich dann besser in die frische Erde einwurzeln kann.

Umtopfen kann je nach Pflanze unterschiedlich häufig nötig sein. Am besten schaust du dir im Frühling jeweils die Wurzeln an. Nimm dazu deine Pflanze aus dem Topf. Ist die Erde durchwurzelt, wachsen die Wurzeln bereits aus dem Topf oder schlingen sie sich schon um sich selbst bzw. im Kreis um die Erde? Dann wird es Zeit für die Umtopfaktion.

Nach 5 bis 6 Wochen darfst du deine Pflanze dann wieder anfangen zu düngen.

Eine Umtopf-Videoanleitung findest du übrigens auch in unserem Blog.

Begonie vermehren

Du hast den inneren Wunsch nach Vermehrung? Kleinen Pflanzen-Babys? Perfekt, denn deine Begonie lässt sich ganz leicht vermehren.

Die einfachste ist wohl die Stecklingsvariante oder aber die Knollenteilung – bei der Knollenbegonie, versteht sich –, während Samen eher was für Experimentierfreudige sind.

Wir zeigen dir, wie du die einzelnen Vermehrungsarten bei deiner Begonie durchführen kannst. Mehr Infos erhältst du aber auch noch auf unserem Blogpost zum kleinen 1x1 des Vermehrens.

Begonie vermehren über Stecklinge

Für die Stecklingsmethode kannst du entweder Blatt- oder Kopfstecklinge nehmen.

Der Begonien-Kopfsteckling

  • Schneide mit einem sauberen Messer oder einer Schere einen ca. 10cm langen Trieb ab.
  • Entferne die unteren Blätter, sodass oben am abgeschnittenen Trieb noch zwei bis drei Blätter dran bleiben.
  • Entweder kannst du deinen Steckling jetzt direkt in feuchte, nährstoffarme Anzuchterde stecken, oder zum Anwurzeln ins Wasser stellen. Zum Wasserplausch findest du weiter unten mehr.
  • Dein Steckling in der Anzuchterde stellst du an einen hellen Platz ohne direkte Sonne, der mindestens 20°C warm ist.
  • Meist bilden sich schon nach einer Woche Wurzeln. Sobald dein Steckling anfängt, neu auszutreiben, darfst du deine Begonie in normale Erde umsiedeln.

Der Begonien-Blattsteckling

  • Such dir ein kräftiges Blatt aus und schneide es am Stiel ab, sodass ein Teil des Stiels am Blatt bleibt.
  • Enweder lässt du es im Wasserglas anwurzeln (siehe unten) oder du steckst es in Anzuchterde.
  • Für die Variante mit der Anzuchterde musst du vorher auf der Unterseite an den Blattadern mit einem scharfen Messer jeweils einen ca. 0.5 bis 1cm langen Schnitt machen. Pro Blattader reicht ein Mal Einritzen aus.
  • Stecke den Stiel deines Stecklings jetzt in die Anzuchterde und lege bzw. biege das Blatt auf die Erde. Beschwere es mit ein paar Kieselsteinen, sodass die Schnittstellen gut auf der Erde liegen bleiben.
  • Befeuchte die Erde und decke deinen Anzuchtbehälter mit Folie ab.
  • Stelle deinen Steckling an einen warmen, hellen Platz ohne direkte Sonne und lüfte die Folie täglich. Die Erde sollte immer schön feucht bleiben.
  • Nach ein paar Wochen kommen aus den Schnittstellen neue Pflanzen. Diese darfst du dann abtrennen und umtopfen.

Begonie vermehren im Wasser

Wenn du deinen Steckling lieber im Wasser anwurzeln lassen möchtest, stellst du ihn nach dem Abschneiden einfach in ein Glas mit Wasser.

Wechsle zwei Mal in der Woche das Wasser aus, damit nichts zu faulen beginnt.

Sobald die Wurzeln ein paar Zentimeter lang sind, darfst du den Steckling in Erde umsiedeln.

Finito!

Forellenbegonien-Steckling bildet im Wasser in einer Glasflasche Wurzeln

Begonie vermehren durch Trennung der Knolle

Deine Knollenbegonie kannst du auch einfach vermehren, indem du ihre Knolle trennst.

Dafür schneidest du die Knolle im Frühling in mehrere Teile. Jedes Teil muss mindestens eine Knospe haben.

Lege die Knollen dann auf die Erde in einzelnen vorbereiteten Töpfen, sodass die Knospen nach oben schauen. Die Knollen bedeckst du nicht mit Erde.

Die Töpfe stellst du warm und hell, aber nicht sonnig auf. Halte von nun an die Erde schön feucht.

Nach ein paar Wochen bilden sich daraus Begonien, die du dann eintopfen darfst.

Begonie vermehren mit Samen

Die Vermehrung mit Samen ist wohl die schwierigste Methode, da nur wenige Begonien-Samen wirklich keimen. Möchtest du es dennoch versuchen, so musst du dir erstmal aus dem Fachhandel die Samen deiner Wunschbegonie besorgen.

Diese streust du auf Anzuchterde aus und drückst sie leicht an, ohne sie mit Erde zu bedecken. Die Samen sind nämlich sogenannter Lichtkeimer.

Ab jetzt hältst du die Samen an einem hellen und warmen Ort schön feucht. Du kann ein Mikroklima nachahmen, indem du dein Anzuchtgefäss mit einer Plastikfolie abdeckst. Lüfte sie täglich, damit es nicht zu Schimmelbildung kommt.

Wenn die Keimlinge ein paar erste Blätter bilden, darfst du deine Begonie in normale Erde umtopfen.

Wenn auch du glaubst, dass das Leben nicht perfekt ist, passt ein wenig Asymmetrie ganz hervorragend zu dir!
Hol dir also gleich deine Begonie zu dir nach Hause.