Alles zum Thema Umtopfen

Auf dieser Seite findest du alle relevanten Antworten zum Thema umtopfen. Wie topfe ich eine Zimmerpflanze um? Wann sollte ich meine Zimmerpflanze umtopfen? Weshalb sollte ich überhaupt umtopfen?

1    Pflanze aus dem Topf nehmen
Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Innentopf. Falls sie sich nicht von alleine löst, kannst du den Topf vorsichtig zusammendrücken.

2   Wurzeln vorsichtig von der Erde lösen
Lockere die Erde, indem du die sichtbaren Wurzeln
vorsichtig hinausziehst. Ein Teil der Erde am Boden
sollte sich dabei lösen.

(3)Allenfalls Wurzeln kürzen
Falls die Wurzeln sich um den Erdballen schlingen, kannst du sie mit einer Schere grosszügig kürzen, bis zum Punkt wo sie wieder im Erdballen verschwinden. Dadurch haben sie im neuen Topf genügend Platz um sich auszubreiten.

4Frische erde in den Topf schütten
Lege eine Schicht frische Erde in den neuen Innentopf.
Diese dient als Bettungsschicht, wo die Pflanze mühelos ihre neuen Wurzeln ausbilden kann. 

5Pflanze in den neuen Topf legen
Stelle die Pflanze in die Mitte des neuen Topfs. Fülle nun den Raum rund um die Pflanze mit frischer Erde auf. Die Oberfläche der Erde sollte etwa 1 bis 2 cm unter dem Topfrand sein.

6Erde festdrücken
Die frische Erde kannst du nun festdrücken. Achte darauf, dass keine Wurzeln an der Oberfläche der Erde sichtbar sind.

7Pflanze giessen
Nachdem du die Pflanze umgetopft hast, kannst du sie giessen, damit auch die frische Erde angefeuchtet wird. Giesse die Pflanze das erste Mal über einem Becken, da die Erde noch nicht ganz fest ist, wird das Wasser schnell durch den Topf fliessen. Nach ungefähr 2 bis 3 mal giessen, musst du eventuell nochmals etwas Erde hinzufügen.

4 GrĂŒnde warum Umtopfen wichtig ist.

Die Erde ist mit der Zeit Ausgelaugt

Die Pflanze benötigt nebst Sonnenlicht und Wasser auch verschiedenste Mineralien, um prächtig gedeihen zu können. Dies ist in unserem Blog über das Düngen detailliert beschrieben. Die Mineralien werden von den meisten Pflanzen mit den Wurzen aus der Erde aufgenommen. Die Erde kann sich in den Töpfen von Zimmerpflanzen nicht gleich regenerieren wie in den tropischen Regenwäldern, wo viele Zimmerpflanzen ihren Ursprung haben. Aus diesem Grund muss die ausgelaugte Erde ab und zu durch frische ersetzt werden. Richtiges Düngen kann den Prozess des Auslaugens verzögern, da mit dem Düngen viele Nährstoffe hinzugefügt werden können, allerdings funktioniert dies nur für eine gewisse Zeit.

 

Die Zimmerpflanzen werden zu gross für den Topf

Umso besser wir für unsere Lieblinge sorgen, desto schneller wachsen sie auch. Das heisst, wenn deine Pflanzen optimales Licht, genügend Wasser und Mineralien erhalten, können sie während der Wachstumsmonate prächtig gedeihen. Nach einer gewissen Zeit wird der Wachstumsprozess allerdings aufgrund der Topfgrösse beeinflusst. Ein zu kleiner Topf bietet der Pflanze nicht genügen Nährstoffe und zu wenig Platz für die Wurzeln, welche unter anderem auch für einen robusten Stand der Pflanze verantwortlich sind. Wird eine Pflanze zu gross für den Topf, sollte ein neuer Topf mit einem ca. 2-3 cm grössere Durchmesser als neues Zuhause ausgewählt werden. Ein Topf kann auch zu gross sein für eine Pflanze, weshalb man die 2-3 cm zusätzlichen Durchmesser nicht überschreiten sollte.

Schadstoffe und Düngerreste in der Pflanzenerde

Dass sich die Erde unserer Zimmerpflanzen nicht von selbst regenerieren kann, führt wie erwähnt dazu, dass mit der Zeit nicht mehr genügend Nährstoffe vorhanden sind. Das ist allerdings nicht der einzige negative Effekt aufgrund der ausbleibenden Regeneration. Mit der Zeit reichern sich in der Erde schädliche Stoffwechselprodukte an. Wird die Pflanze zudem noch regelmässigt gedüngt, sammeln sich Düngerreste im Substrat an. Diese Stoffwechselprodukte und Düngerreste sind schädlich für die Pflanzen. Durch regelmässiges umtopfen kann dieser negative Effekt verhindert werden.

Die Wurzeln der Zimmerpflanzen können den Topfeffekt haben

Wie der sichtbare Teil der Pflanze, wächst auch der Bereich unterhalb der Erde. Die Wurzeln wachsen anfangs gleichmässig an den Rand des Topfes. Anschliessend beginnen sie im Kreise an der Topfwand zu wachsen. Bei einer Pflanze, welche zu lange nicht umgetopft wurde, wächst somit ein Kreis aus Wurzeln um den Ballen der Pflanze. Der sogenannte Topfeffekt muss dann beim Umtopfen entfernt werden. Diese Wurzeln können "abgerollt" und anschliessend grosszügig abgeschnitten werden. Weiter können auch Wurzeln aus der Erdoberfläche austreten oder aus den Löchern beim Boden des Topfes.

Wann sollten deine Zimmerpflanzen umgetopft werden?

Damit deine Pflanzen sich bei dir wohlfühlen und prächtig gedeihen können, müssen sie von Zeit zu Zeit umgetopft werden. 

Eine Faustregel besagt, dass Pflanzen ungefähr alle 1 bis 1.5 Jahre umgetopft werden sollten.

Anzeichen für ein nötiges Umtopfen sind: 

–  Die Wurzeln wachsen durch das Entwässerungsloch am Boden des Pflanzgefäßes.

–  Die Pflanze wächst langsamer als normal.

–  Die Pflanze ist extrem kopflastig und fällt leicht um.

–  Der oberirdische Pflanzenteil ist grösser als das Dreifache des Topfdurchmessers.

Wie hier genauer erläutert, können sich auch Schadstoffe und Düngerreste im Topf ansammeln, welche der Pflanze schaden können. Das bedeutet, beim Umtopfen wird nicht zwingend ein grösserer Topf benötigt. Falls die Pflanze allerdings einen grösseren Topf braucht, sollte dieser einen ungefähr 2-3 cm grösseren Durchmesser haben als der alte Topf.

Deine Pflanzen freuen sich, wenn sie Anfang Frühling vor den Wachstumsmonaten umgetopft werden.

Janko, unser Pflanzendoktor ist zur Stelle, wenn du zusätzliche Hilfe oder Tipps brauchst
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