Pflanzenlexikon

Bergpalme

Wer würde nicht gerne ein paar Trauben unter exotischen Palmwedeln gefüttert bekommen? Diese coole Queen, die Bergpalme, lässt wirklich jede:n sich wie Caesar fühlen.🌴

Bergpalme
  • Licht & Standort
  • Bergpalme giessen
  • Bergpalme düngen
  • Giftigkeit der Bergpalme
  • Bergpalmenarten
  • Wachstum, Grösse & Blüten der Bergpalme
  • Krankheiten & Schädlinge der Bergpalme
  • Bergpalme überwintern
  • Bergpalme umtopfen
  • Bergpalme vermehren
Sprechblase

Offizielle Bezeichnung 
Chamaedorea elegans

Welt

Herkunft & Verbreitung
Die Bergpalme hat ihren Ursprung in den Bergregionen Guatemalas und Mexikos, wo sie in feuchten Wäldern wächst.

Liste

Alternative Namen:
Mexikanische Bergpalme, Salonpalme, Zierliche Bergpalme, Parlour Palm, Neanthe Bella Palm, Good Luck Palm, Love Palm

Lupe

Fun Fact
Die englische Namensgebung ist mit Salonpalme (engl. parlour, amerik. parlor), Glückspalme oder Liebespalme deutlich kreativer. Allerdings ist die Herkunft des Namens Neanthe Bella nicht bekannt.

Pflege der Bergpalme

Licht & Standort

Die Bergpalme mag einen hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht. Sie verträgt aber auch einen halbschattigen Standort.

In der Natur sind Temperaturen zwischen 18°C und 24°C optimal, wobei es nicht unter 12°C kalt werden sollte.

Die Raumtemperaturen bei uns mag die Bergpalme gerne, weshalb sie bei dir das ganze Jahr über drinnen bleiben kann. Falls du jedoch versuchst, Blüten zu züchten, kannst du sie an einem hellen Standort mit kühleren Temperaturen überwintern. Ein Wintergarten oder helles Treppenhaus ist dazu ideal.

Im Sommer darf sie ebenfalls drinnen bleiben, sie verträgt jedoch auch einen schattigen Platz draussen.

Die Bergpalme eignet sich bestens für das Schlafzimmer, Wohnzimmer, Badezimmer oder Büro.

Sie benötigt keine tropische Luftfeuchtigkeit.

Idealer Standort der Bergpalme: hell, viel Licht

Bergpalme giessen

Frühling - Sommer: Wenn der obere Teil der Erde (ca. 2cm) trocken ist, ist das der ideale Zeitpunkt, deine Bergpalme zu giessen. Der innere Teil der Erde sollte immer schön feucht bleiben.

Am besten kontrollierst du das, indem du alle 3 bis 7 Tage deinen Finger in die Erde steckst.

Du kannst deine Pflanze auch einmal wöchentlich für einige Minuten im Wasserbad tränken, zum Beispiel in der Badewanne. Lass anschliessend das Wasser 5 Minuten abtropfen, bevor du die Bergpalme zurück in den Übertopf stellst.

Wenn der Boden kurzzeitig nass steht, verträgt sie das ohne Probleme. Jedoch muss die Palme das Wasser vor dem nächsten Giessen ganz aufsaugen. Andernfalls kann die dauerhafte Staunässe kann zu Wurzelfäulnis führen.

Herbst - Winter: Auch wenn deine Bergpalme im Winter weniger Wasser benötigt, sollte das Innere ihrer Erde leicht feucht bleiben. Überprüfe alle 7 bis 14 Tage, ob ihre Erde trocken ist.

Pflege der Bergpalme: hell ohne direktes Sonnenlicht, alle 3-7 Tage giessen, im Frühling und Sommer alle 30 Tage düngen

Bergpalme düngen

Deine Bergpalme benötigt im Frühling und Sommer alle vier Wochen etwas Flüssigdünger. Dabei reicht es, wenn du nur die Hälfte der Dosis verabreichst, die auf der Verpackung angegeben wird. Mit einem Langzeitdünger wie beispielsweise Dünger-Pellets kannst du das Düngen auf alle zwei bis drei Monate reduzieren.

Im Winter braucht deine Pflanze keinen Dünger.

Auch Jungpflanzen im ersten Lebensjahr und im ersten Jahr nach dem Umtopfen reichen deiner Bergpalme die Nährstoffe in der Erde und du musst sie nicht düngen.

Sonstige Pflege der Bergpalme

Deine Bergpalme ist keine Freundin von Staub. Daher kannst du ihre Blätter gerne ab und zu abstauben. Im Sommer kannst du sie auch mal kurz abduschen oder in den Regen stellen. 

Passt die Bergpalme zu mir?

Die Bergpalme ist die ideale Einsteigerpflanze und für Anfänger*innen geeignet. Allerdings sollte man nicht allzu vergesslich sein, da sie relativ viel gegossen werden muss. 

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Ist die Bergpalme giftig?

Die Bergpalme ist wahrscheinlich ungiftig. Bisher konnte man keine gefährlichen Giftstoffe finden. Allerdings raten wir von einem übermässigen Verzehr ab – da findet sich sicher was Leckereres bei dir im Kühlschrank.

Falls du deine Pflanze vor neugierigen Tieren und Kindern in Sicherheit bringen möchtest, kannst du sie – je nach Grösse – in einem Hängetopf, auf einem Eschenbrettli, mit Makrameehängern oder auf einem Pflanzenständer in Szene setzen.

Wenn du gar nicht erst das Risiko einer Unpässlichkeit deiner kleinen Weltverbesserer und -verbesserinnen eingehen willst, dann gibt es noch eine Menge verdauungsfreundlicherer Pflanzen.

Bergpalmenarten

Deine Bergpalme ist nur eine von 107 Chamaedorea-Arten. Bei uns im Handel findet sich aber hauptsächlich die Chamaedorea elegans.

Die weiteren Arten sind im Aussehen relativ unterschiedlich, allerdings wachsen sie alle in Feuchtwäldern.

Chamaedorea geonomiformis mit riesiger, dunkelgrüner Blattoberfläche

Chamaedorea geonomiformis (C: Krzysztof Ziarnek)

Chamaedorea metallica mit langem, dünnem Stamm und fächerförmiger Krone

Chamaedorea metallica (C: Michael Wolf)

Wachstum, Grösse & Blüten der Bergpalme

Die Bergpalme kann in ihren heimatlichen Gebirgen eine Höhe von 3 bis 5 Metern erreichen. Glücklicherweise bleibt sie bei dir zuhause mit ca. 1,2m kleiner. Sie zeichnet sich besonders durch ihr dichtes, grünes Laub, ihre kompakte Form und ihre einfache Pflege aus.

Bergpalme mit fächerförmig ausgebreiteten Wedeln am Waldboden

Chamaedorea elegans (C: Pierre Bachelot)

Bergpalme schneiden

Deine Bergpalme musst du nicht gross schneiden. Einen Schnitt kannst du vornehmen, wenn du verwelkte Wedel kappen möchtest, oder falls deine Pflanze an Krankheiten oder Schädlingen leidet.
Dazu schneidest du die Wedel kurz vor dem Stamm mit einem scharfen Messer ab. Dieses solltest du vorher desinfizieren. So verhinderst du, dass Keime in deine Pflanze eindringen.

Wann blüht die Bergpalme?

Deine Bergpalme kann – anders als andere Palmen – bereits ab einem Alter von 2 bis 3 Jahren Blüten bilden. Das nicht nur in der Natur, sondern auch bei dir zuhause.

Dabei spriessen in der Wachstumsphase von Frühling bis Herbst 15 bis 30cm lange Rispen mit gelben Blüten. Die sind entweder männlich oder weiblich. Die weiblichen Blüten duften, wohingegen die männlichen ohne Geruch auskommen.

Wenn du aus den Blüten fruchtbare Samen zum Vermehren ziehen möchtest, brauchst du immer noch eine Pflanze des anderen Geschlechts. (Die Vermehrung geht aber auch einfacher. So musst du dir nicht extra noch eine Palme kaufen – von der du im Voraus nie weisst, ob sie männlich oder weiblich ist.😉)

Wie kriege ich eine Bergpalme zum Blühen?

Eine Winterruhe hilft der Blütenbildung. Allerdings darf die Temperatur nicht unter 12°C fallen und der Standort muss ebenfalls hell sein. Überwintere deine Palme deshalb am besten im Wintergarten oder Treppenhaus.

Krankheiten & Schädlinge der Bergpalme

Deine Bergpalme ist wie viele Zimmerpflanzen robust, aber leider nicht immun gegen Krankheiten und Schädlinge. Dass es ihr nicht gut geht, zeigt sie dir dann mit verschiedenen Symptomen. Damit du diese richtig deuten und die Ursache beseitigen kannst, erklären wir dir, was es mit den Krankheitsbildern auf sich hat:

Bergpalme kriegt gelbe Blätter

Es kann vorkommen, dass deine Bergpalme mal gelbe Blätter zeigt. Dies kommt etwas weniger häufig vor als braune Blätter, kann aber dennoch zum Problem werden.

Staunässe
Deine Bergpalme mag es gerne feucht und kommt kurzzeitig auch mit Staunässe klar. Steht sie jedoch länger im Sud, faulen die Wurzeln und sie kann sich nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen.

Hat sie nur wenige verfärbte Blätter, kannst du zunächst versuchen, weniger oft zu giessen.

Nehmen die Verfärbungen allerdings zu, ist zusätzlich umtopfen nötig.

Schädlinge
Verschiedene Schädlinge können deiner Bergpalme vor allem im Winter schaden. Meist sind es Spinnmilben. Du erkennst sie an feinen Netzen an den Wedeln und fleckigen Verfärbungen der Blätter.

Am besten behandelst du einen Befall, indem du deine Zimmerpflanze abduschst. Bringst du die Parasiten so nicht weg, kannst auch zum Schädlingsspray greifen.

Bergpalme kriegt braune Blätter

Kommt es bei deiner Bergpalme zu braunen Blättern, kann das verschiedene Ursachen haben. Meist färben sich erst die Spitzen und dann der Rest des Blatts braun. Je früher du das Problem erkennst, desto besser für deine Pflanze.

Trockenheit
Für eine Trockenheit können entweder ein Wassermangel oder eine zu geringe Luftfeuchtigkeit verantwortlich sein.

Ersteres kommt vor, wenn du deine Bergpalme zu wenig giesst. Sie mag ihre Erde immer schön feucht. Das heisst konkret, dass du sie giessen darfst, wenn die ersten 2cm der Erde angetrocknet sind.

Giesst du sie jedoch genug, kann die Luftfeuchtigkeit das Problem sein. Normalerweise ist deine Bergpalme da sehr unkompliziert. Jedoch kann es im Winter bei einer längeren trockenen Periode dazu kommen, dass sie zu viel Wasser über ihre Blätter verdunstet. Du solltest entsprechend versuchen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Falscher Standort
Stand deine Bergpalme zu lange an der prallen Sonne, kann es sich um einen Sonnenbrand handeln.

Auch ein zu kalter Standort mag sie gar nicht. Suche ihr also einen hellen bis halbschattigen und warmen Standort.

Schädlinge
Spinnmilben können zeigen sich hin und wieder auf deiner Bergpalme. Du kannst ihre feinen Netze an den Wedeln erkennen. Meist verursachen sie fleckige Verfärbungen auf den Blättern.

Du wirst sie los, indem du deine Pflanze abduschst und regelmässig kontrollierst. Siehst du die Gespinste erneut, kann du die Blätter mit einem Schädlingsspray behandeln.

Bergpalme kriegt fleckige Blätter

Wenn du auf deiner Bergpalme unschöne braune oder gelbe Flecken bemerkst, solltest du dir deine Pflanze mal genauer anschauen.

Fallen dir vielleicht feine Netze an den Wedeln oder kleine, rotbraune bis orange Punkte auf? Dann hat deine Bergpalme wahrscheinlich Spinnmilben.

Dusche deine Pflanze ab und kontrolliere sie täglich. (👉 mehr zu Schädlingen weiter unten)

Blätter der Bergpalme sind klebrig

Klebrige Blätter können zwei Ursachen haben: zu viel Wasser oder Schädlinge.

Überwässerung
Hat deine Bergpalme mal etwas zu viel Wasser abgekriegt, kommt sie ins Schwitzen. Dabei dünstet sie viel Wasser über die Blätter aus. Das kann sie teilweise etwas klebrig machen.

Solange sich ihre Blätter nicht verfärben, ist alles okay und du kannst ihr das nächste Mal einfach etwas weniger Wasser geben.

Schädlinge
Läuse können den sogenannten Honigtau produzieren. Das sind ihre zuckerhaltigen Ausscheidungen.

Kontrolliere daher die Wedel deiner Bergpalme genau. Kannst du kleine Punkte sehen, solltest du die betroffenen Wedel abwischen oder -duschen und bei einem erneuten Befall mit einem Schädlingsspray behandeln.

Schädlinge der Bergpalme

Schädlinge können leider auf deiner Bergpalme hin und wieder vorkommen. Meist tauchen sie bei trockener Heizungsluft auf, da das Immunsystem deiner Zimmerpflanzen dann nicht so stark ist wie normalerweise.

Am häufigsten triffst du dabei die Spinnmilbe oder Schildläuse an. Bei zu nasser Erde können auch Trauermücken in der Erde auftreten.

Spinnmilben erkennst sie am ehesten durch die feinen Spinnweben an den Wedeln und an kleinen fleckenartigen Verfärbungen der Wedel.

Schildläuse hinterlassen den klebrigen Honigtau auf den Blättern. Das die zuckerhaltige Ausscheidung der Läuse. Sie kannst du teilweise als kleine Punkte erkennen.

Die Spinnmilben und Läuse vertreibst du am besten, indem du die betroffenen Blätter abwischst, abkratzt und/oder abduschst. Danach solltest du diese täglich kontrollieren und bei einem erneuten Befall mit einem Zimmerpflanzen-Spray alle 3-5 Tage die Ober- und Unterseite aller befallenen Blätter einsprühen. Damit hörst du erst auf, wenn die Schädlinge komplett verschwunden sind.

Trauermücken umschwirren die Pflanze vor allem beim Giessen oder wenn du die Pflanze leicht schüttelst. Ihre Larven legen sie in die Erde, wo diese dann die Wurzeln fressen.

In diesem Fall solltest du die Mücken mit einem Mittel im Giesswasser deiner Bergpalme bekämpfen. Hilft dies nicht ausreichend, solltest du sie zudem in frische Erde umtopfen.

👉 Im Detail erklären wir alle häufigsten Pflanzen-Schädlinge und wie du sie loswirst in unserem Blog.

Wichtig
: Isoliere befallene Pflanzen immer sofort. Ansonsten könnten sich die Parasiten auf andere grüne Freunde ausbreiten.

Bergpalme überwintern

Wenn du deine Bergpalme als Zimmerpflanze hältst, darf sie das ganze Jahr über an ihrem gewohnten Platz stehen bleiben.

Ein Umzug ist nur dann nötig, wenn du versuchst, Blüten zu kultivieren. Dazu braucht deine Bergpalme im Winter einen klimatischen Unterschied, damit sie in Winterruhe gehen kann.

So kann sie Energiereserven wieder füllen, um im Frühling dann mit voller Kraft mit der Blütenbildung anzufangen.

Sie braucht für ihren Winterplatz einen hellen Ort, der deutlich kühler ist als deine Wohnung, jedoch nicht unter 12°C. Optimal ist ein Winterlager zwischen 12°C und 18°C.

Sehr gut eignet sich dafür ein helles Treppenhaus oder ein Wintergarten.

Giessen musst du deine Bergpalme im Winter weniger häufig, egal ob in der Wohnung oder im Winterquartier. Alle 7-14 Tage kannst du dazu die Erde kontrollieren. Der innere Teil der Erde muss immer feucht bleiben, sobald aber die oberen 2cm der Erde angetrocknet sind, darfst du ihr Wasser geben.

Düngen muss du deine Bergpalme im Winter nicht.

Bergpalme umtopfen

Je nachdem wie alt deine Bergpalme ist, musst du häufiger oder weniger oft umtopfen. Jungpflanzen wachsen noch relativ schnell, weshalb alle 2 Jahre ein neuer Topf nötig ist. Ältere Exemplare benötigen noch alle 3 bis 5 Jahre einen Umzug.

Um zu erkennen, ob das Umtopfen nötig ist schaust du dir die Unterseite des Innentopfs genauer an. Wenn dort die Wurzeln aus den Löchern zu wachsen drohen, ist es Zeit für einen neuen Topf.

Dazu nimmst du deine Bergpalme vorsichtig aus ihrem alten Topf und klopfst die Erde von den Wurzeln ab.

Pass auf, dass du die Wurzeln nicht verletzt, da deine Pflanze sonst langsamer wächst. Abschneiden solltest du die Wurzeln nur, wenn sie schwarz und faulig sind. Kürze sie dann mit einem scharfen, sauberen Messer nur so weit wie nötig.

Bereite einen etwas grösseren Topf mit frischer Erde vor. Nimm dazu eine qualitativ hochwertige Erde. Wir empfehlen dir eine ohne Torf.

Setzte deine Bergpalme in den neuen Topf und fülle die Zwischenräume mit Erde.

Anschliessend solltest du die Erde giessen.

Noch mehr zum Umtopfen findest du in unserem Blog.

Bergpalme vermehren

Deine Bergpalme lässt sich am einfachsten über Schösslinge vermehren, oder auch mittels Teilung des Wurzelballens. Auch Samen kommen in Frage, sind jedoch etwas kniffliger und brauchen mehr Zeit.

Bergpalme vermehren über Schösslinge bzw. Stecklinge

Bei älteren Pflanzen kommt es bei abgeschnittenen Teilen mit der Zeit zu neuen Trieben. Diese werden Schösslinge genannt und können – wie bei anderen Zimmerpflanzen die Stecklinge – abgeschnitten werden.

Dazu solltest du ein scharfes, desinfiziertes Messer nehmen.

Stecke den Schössling anschliessend in einen mit Anzuchterde vorbereiteten Topf und decke ihn mit Folie ab.

Halte die Erde an einem hellen und warmen Ort feucht.

Sobald sich nach ein paar Wochen neue Triebe bilden, kannst du die Folie entfernen und die Jungpflanze umtopfen.

Bergpalme vermehren über Ableger

Wenn im Topf neben deiner Bergpalme eine neue kleine Pflanze entsteht, hat sie einen Ableger – auch Kindel genannt – produziert.

Diesen kannst ab einer Grösse von 8cm einfach aus der Erde holen. Die Wurzeln trennst du mit einem scharfen, sauberen Messer von der Mutterpflanze.

Anschliessend setzt du deine Babypflanze in einen mit Erde vorbereiteten Topf und stellst ihn hell und warm auf.

Bergpalme vermehren durch Trennung des Wurzelballens

Es ist möglich, deine Bergpalme zu vermehren, indem du deine bestehende Pflanze teilst. Dazu sollte deine Pflanze mehrere gesunde Stängel im Topf haben.

  • Wähle einen Topf, der gross genug ist, um einen einzelnen Stiel der Mutterpflanze zu beherbergen. Fülle ihn mit einer erdlosen Mischung aus gleichen Teilen Torfmoos und entweder Vermiculit oder Perlit.
  • Nimm die Mutterpflanze vorsichtig aus dem Topf. Lockere die Erde um den Wurzelballen, um die nackten Wurzeln freizulegen.
  • Such nach einem gesund aussehenden, etablierten Stängel mit einem eigenen Wurzelsystem. Schneide mit einer sauberen, scharfen Klinge sorgfältig alle Wurzeln ab, die ihn mit der Mutterpflanze verbinden.
  • Pflanze den neuen Stängel in den Topf mit der erdlosen Mischung, wobei du darauf achten musst, dass die Wurzeln und der Stängel von der Erde bedeckt sind. Setze die Mutterpflanze wieder in ihren ursprünglichen Topf und fülle ihn mit frischer Erde auf. 
  • Giesse sie anschliessend, damit die Erde schön feucht ist. Halte sowohl die Mutterpflanze als auch die neue Pflanze an einem warmen, schattigen Ort, damit sie sich erholen können, und pflege sie dann wie gewohnt.
  • Falls an der Mutterpflanze oder der neuen Pflanze nach dem Vermehren Blätter absterben, kannst du diese mit einem desinfizierten Messer abschneiden.

Bergpalme vermehren mit Samen

Um deiner Zimmerpflanze keimfähige Samen abgewinnen zu können, brauchst du mehrere Bergpalmen. Die Pflanze bildet nämlich entweder männliche oder weibliche Blüten.

Das macht das Unterfangen zwar etwas kniffliger, aber längst nicht unmöglich. Hast du mehrere Pflanzen zuhause und sie blühen auch allesamt, gehst du folgendermassen vor:

  • Bepinsle alle Blüten täglich mit einem weichen Pinsel. Zuerst die männlichen und dann die weiblichen. Die weiblichen erkennst du daran, dass sie duften.
  • Hast du die Blüten erfolgreich befruchtet, bilden sich zunächst grüne Samen, die sich dann schwarz färben und abfallen.
  • Die abgefallenen Samen sammelst du ein und weichst sie für mindestens 48 Stunden in lauwarmem Wasser ein. Da die Samen ziemlich hart sind, kannst du sie optional vorher mit Sandpapier etwas aufrauen. 
  • Die Samen legst du anschliessend in einen mit Anzuchterde vorbereiteten Topf und bedeckst sie mit Erde.
  • Bedecke den Topf anschliessend mit Folie und stelle ihn hell und warm auf. Halte die Erde feucht.
  • Nun kann es einige Monate dauern, bis sich Keimlinge zeigen. Sobald aus diesen ein paar Zentimeter grosse Jungpflanzen geworden sind, kannst du sie jeweils zu dritt in einen Topf pflanzen.
  • Düngen musst du sie im ersten Jahr nicht, da die Erde die Jungpflanzen mit genügend Nährstoffen versorgt.