Alles was du über das Düngen wissen musst

Alles was du über das Düngen wissen musst

Alles was du über das Düngen wissen musst

Wie dünge ich meine Pflanzen richtig?

Wie dir bestimmt bereits bekannt ist, brauchen Pflanzen gute Erde, eine angemessene Temperatur und viel Licht, um glücklich und zufrieden gedeihen zu können. Aber wie schaut es mit Dünger aus? Wann ist der richtige Zeitpunkt um zu düngen, wie oft sollte Dünger verwendet werden und welcher Dünger ist der richtige für meine Pflanze?

 

Videoquelle: UrbanGardeningXXL 

Warum brauchen unsere Liebsten überhaupt Dünger?

Dünger verleiht den Pflanzen, genauer gesagt der Erde in welcher die Pflanzen leben, die nötigen Mineralien. In der Natur würden die Pflanzen genügend Mineralien aus der Erde beziehen können. Die Pflanzenerde kann sich in den Töpfen der Zimmerpflanzen allerdings nicht selbst regenerieren, das heisst, sie verliert mit der Zeit wichtige Mineralien. Diese werden durch das Düngen wieder hinzugefügt. Aufgepasst, auch das Düngen kann die Regeneration der Pflanzenerde nicht vollkommen ersetzen. Von Zeit zu Zeit ist es nötig, die Pflanzenerde auszutauschen. Wie genau das funktioniert wird hier detailliert beschrieben.

 

Wann und wie oft soll ich meine Pflanzen düngen?

Zimmerpflanzen müssen vor allem in den hellen Wachstumsmonaten von Frühling bis Herbst gedüngt werden, weil sie für das Wachsen viele Mineralien benötigen. In den kalten Wintermonaten wachsen Pflanzen weniger und benötigen dementsprechend weniger Dünger. Wie oft gedüngt werden muss, hängt stark von der jeweiligen Pflanze ab. Im feey Shop ist aktuell bei jeder Pflanze vermerkt, wie oft diese Dünger benötigt. Ganz generell gilt beim Düngen: weniger ist mehr!

 

Was macht einen guten Dünger aus?

Bei Düngern wird meist von NPK gesprochen. NPK steht für Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Dies sind die drei Hauptbestandteile von Düngern.

 

N = Stickstoff

Unsere Lieblinge benötigen Stickstoff, um kräftig zu werden und Wachsen zu können.

  • Bei zu wenig: Die Blätter werden gelb oder blassgrün - die Pflanze wächst kaum noch
  • Optimale Menge: Die Blätter sind kräftig grün und die Pflanze wächst und wächst:-)
  • Bei zu viel: Die Blätter werden mastig, lang und das Gewebe ist weich. Die Stängel der Pflanze kippen leicht um.

 

P = Phosphor

Phosphor wird vor allem von Pflanzen mit Blüten und Früchten benötigt. Speziell bei Pflanzen mit Früchten ist genügend Phosphor sehr wichtig. Durch Überdüngung kann zu viel Stickstoff im Boden sein und so die Phosphoraufnahme hindern.

  • Bei zu wenig: Die Pflanzen bilden Blüten, aber können keine oder nur sehr wenige Früchte bilden.
  • Optimale Menge: Die Pflanze kann viele Blüten sowie Früchte bilden.
  • Bei zu viel: Es treten Wachstumsstörungen auf, da wichtige Spurenelemente nicht aufgenommen werden können.

 

K = Kalium

Kalium ist für Pflanzen im Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt wichtig. Zudem hilft Kalium der Pflanze, sich gegen Frost und Insekten zu schützen.

  • Zu wenig: Die Pflanze zeigt Wachstumshemmungen und Welkerscheinungen.
  • Optimal: Die Pflanze ist gesund und weist ein zügiges und stabiles Wachstum vor.
  • Zu viel: Die Pflanze hat Wachstumshemmungen, Wurzelverbrennungen, beschädigte Blätter und Kümmerwuchs.

Oft wird der NPK Wert beispielsweise mit 15-30-15 angegeben. Je höher die Zahl, desto höher ist die Konzentration des jeweiligen Stoffes. Organische Dünger haben normalerweise eine tiefere Konzentration und müssen dementsprechend weniger stark mit Wasser vermischt werden. Zudem ist die Chance von Überdüngung nicht so gross wie mit chemischen Düngern.

Gewisse Dünger können auch Mikronährstoffe enthalten. Dünger mit Mikronährstoffen wie beispielsweise Kalzium, Magnesium, Bor, Eisen, Zink, Schwefel, Nickel, Mangan, Kupfer und Molybdän werden auch Volldünger genannt.

 

Verschiedene Düngerarten

Universalflüssigdünger
Flüssigdünger können sehr individuell dosiert werden und gelangen über das Giesswasser ganz einfach an die Wurzeln der Pflanzen. Dies ist für die meisten Zimmerpflanzen die optimale Lösung.

Düngestäbchen oder Granulat
Mit noch weniger Pflegeaufwand kommt man davon, wenn man Langzeitdünger-Granulat oder Düngestäbchen verwendet. Sie geben jedes Mal beim Wässern Nährstoffe ab. Je nach Marke können die Stäbchen 3-6 Monate Dünger abgeben. Aber aufgepasst, die Menge, welche in die Erde gelangt ist bei Düngestäbchen schwieriger einzuschätzen.

Natürlichen Dünger verwenden
Kaffeesatz (getrocknet), Eierschalen oder Holzasche eignen sich wunderbar als natürliche Düngemittel für Zimmerpflanzen. Dies gilt nicht pauschal für alle Pflanzen, deshalb lieber vorher kurz überprüfen oder beim Pflanzendoktor nachfragen.

 

Chemische oder organische Dünger?

Chemische Düngemittel werden aus zerkleinerten Mineralien hergestellt und mit der optimalen Menge an Makro- und Mikronährstoffen angereichert. Sie werden normalerweise hochdosiert verkauft, sodass sie mit viel Wasser verdünnt werden müssen, bevor sie auf die Erde gegossen werden.

Organische Düngemittel enthalten alle natürlichen Inhaltsstoffe und sind normalerweise weniger hoch dosiert als die chemischen Dünger. Organische Düngemittel bestehen aus zerfallenden Organismen (Pflanzen), wodurch sie manchmal etwas stärker riechen als chemische Dünger. Organischer Dünger kann etwas teurer sein als andere Sorten, aber dafür kann so auf Chemikalien verzichtet werden.

Organische und chemische Düngemittel tun dasselbe auf unterschiedliche Weise: Sie liefern Stickstoff, Kalium und Phosphate an Pflanzen. Beide versorgen die Pflanzen mit den nötigen Mineralien. Wir von feey bevorzugen allerdings die biologische Variante und verwenden deshalb ausschliesslich organische Dünger.

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