Pflanzenlexikon

Stephania erecta

In den kalten Monaten eine langweilige Kartoffel, steigt dieser Pflanzenphönix im Frühling mit langen Trieben und schildrunden Blättern aus der Asche seiner Winterruhe empor. Jedes Jahr von Neuem ein spektakuläres Schauspiel!

Stephania erecta in anthrazitfarbenem Topf, hochgerecht auf einer Frauenhand
  • Licht & Standort
  • Stephania erecta giessen
  • Stephania erecta düngen
  • Giftigkeit der Stephania erecta
  • Andere Stephania-Arten
  • Wachstum, Grösse & Blüten der Stephania erecta
  • Krankheiten & Schädlinge der Stephania erecta
  • Stephania erecta überwintern
  • Stephania erecta umtopfen
  • Stephania erecta vermehren
  • Stephania erecta aufziehen
Sprechblase

Offizielle Bezeichnung 
Stephania erecta, Stephania pierrei

Welt

Herkunft & Verbreitung
Die Stephania erecta kommt ursprünglich aus Thailand und wächst dort in lichten Wäldern. Auch in Kambodscha, Laos und Vietnam kommt sie vor. Einheimische essen sie und sagen ihr eine heilende Wirkung bei Schmerzen und Verdauungsproblemen nach. Die Stephania erecta gehört zu den Sukkulenten und speichert Wasser in ihrer Knolle.

Liste

Alternative Namen
Mondsamenpflanze, Caudexpflanze

Lupe

Fun Fact
Stephania heisst «Krone». Royal ist in dem Fall die Anordnung der Staubbeutel in der Blüte, in denen sich die Pollen befinden. Erecta heisst die Pflanze, du kannst es dir denken, weil ihre langen Stiele fadengerade aus der Knolle nach oben schiessen. Die Knollen werden in ihrer Heimat oft gegessen – du solltest aber vorsichtig sein: Die Erecta ist leicht giftig, wenn sie nicht richtig zubereitet wird.

Wenn du dir die Knolle einer Stephania erecta geholt hast, die erst noch austreiben muss, erklären wir dir weiter unten, wie du sie einpflanzen kannst.

Pflege der Stephania erecta

Licht & Standort

Die Stephania erecta möchte einen hellen Standort. Direkte Mittagssonne im Sommer sollte sie nicht abkriegen. Als Sukkulente verträgt sie aber Morgen- oder Abendsonne. Fürchtest du, dass deine eher exklusive Pflanze nicht konstant genügend Licht abkriegt, kannst du in eine Pflanzenlampe investieren.

In der Natur bevorzugt die Stephania erecta Temperaturen zwischen 22°C und 26°C. Temperaturen unter 15 Grad sind ihr zu kalt. In deiner Wohnung kann sie das ganze Jahr über drinnen bleiben und macht sich prächtig in Schlafzimmer, Wohnzimmer, Badezimmer und Büro

Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto mehr freut sich deine Caudexpflanze. 65-75 % dürfen es sogar sein.

Standort der Stephania erecta: hell mit viel Licht, aber ohne direkte Sonne

Stephania erecta giessen

Frühling - Sommer: Überprüfe alle 7 Tage, ob die Erde deiner Stephania erecta trocken ist. Dazu kannst du deinen Finger in die obere Hälfte der Erde (etwa 3-4cm tief) stecken. Bröselt sie und klebt nicht mehr an deinen Händen, kannst du die Pflanze giessen.

Bei feey ist die Stephania erecta in Zierkies eingepflanzt. Das sorgt für eine super Drainage, damit ihr Wurzelballen sicher nicht fault und deine Pflanze gleichzeitig gut eingebettet ist. Die Pflege unterscheidet sich nicht von einer Stephania erecta in Erde.

Wichtig ist insbesondere, dass du ihr nicht zu viel Wasser gibst. Als Sukkulente kommt deine Stephania erecta bestens mit trockenen Zeiten klar. In ihrer Knolle speichert die Pflanze nämlich viel Wasser und braucht deshalb kaum Nachschub.

Achte beim Giessen darauf, das Wasser nicht auf die Knolle zu geben, sondern schluckweise rundherum auf die Erde bzw. den Kies.

Das Wasser sollte lauwarm und kalkfrei sein, um die zarten Würzelchen deiner Pflanze nicht zu schocken.

Herbst - Winter: Jetzt geht deine Stephania erecta in Winterruhe und muss kaum gegossen werden. Es reicht, wenn du ihr Substrat einmal im Monat prüfst.

Pflege der Stephania erecta: halbschattig ohne direktes Sonnenlicht, alle 3-7 Tage giessen, alle 14 Tage düngen, leicht giftig

Stephania erecta düngen

Im Frühjahr und im Sommer solltest du die Stephania erecta mit Langzeitdünger (Biodünger Pellets) alle drei Monate düngen. Bei akutem Nährstoffmangel kannst du mit Flüssigdünger nachhelfen.

Grundsätzlich braucht die Mondsamenpflanze aber nicht viel Dünger. Zu viel würde ihr mehr schaden als nützen. Halt dich deshalb wie beim Wasser-Geben auch an die Devise: Weniger ist mehr.

Im Winter musst du sie denn auch gar nicht düngen.

Sonstige Pflege der Stephania erecta

Weil sie eine hohe Luftfeuchtigkeit mag und um ihre Blätter zu reinigen, darfst du die grünen Teile deiner Stephania erecta ruhig ab und zu mit Wasser aus einer Sprühflasche ansprühen.

Passt die Stephania erecta zu mir?

Bist du auf der Suche nach einer platzsparenden, aber umso aussergewöhnlicheren Pflanze, die sofort zum Gesprächsthema wird? Magst du Kartoffeln? Und hast du einen bereits zumindest lindgrünen Daumen? Dann ist die Stephania erecta die perfekte Pflanze für dich.

Gehörst du hingegen zu den blutigen Anfänger:innen, ist eine andere grüne Schönheit aus dem Einstiegssortiment von feey vielleicht besser für dich geeignet.

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Ist die Stephania erecta giftig?

Die Stephania erecta ist giftig. Kinder und Haustiere sollten keine Pflanzenteile essen. Auch bei Erwachsenen sind Übelkeit und Erbrechen zu erwarten, wenn doch mal gustatorische Ausflüge in die Welt der Pflanzen gewagt werden.

Machst du dir Sorgen um deine Mitbewohner:innen (und dich😉), können wir dir unsere tierfreundlichen Pflanzen empfehlen.

Du kannst deine Caudexpflanze aber auch ganz einfach ausser Reichweite von Kindern oder Haustieren platzieren, zum Beispiel per Hängetopf, Eschenbrettli und/oder Makrameehänger.

Andere Stephania-Arten

Die Stephania erecta hat noch einige Schwestern in der Gattung Stephania aus der Familie der Mondsamengewächse. 60-70 sind es, und sie wachsen vor allem in Asien in subtropischen und tropischen Gebieten.

Den Stephanias ist gemein, dass sie kletternde Triebe (Lianen) haben, knollenartige Wurzeln, die manchmal auch über der Erde zu sehen sind, und tellerartige Blätter mit einem Speichenmuster.

In die heimischen Wohnzimmer haben es noch nicht viele der Mondsamen-Schwestern geschafft. Hierzulande kannst du vor allem diese beiden, sich sehr ähnlich sehenden Exemplare kaufen:

  • Stephania erecta bzw. Stephania pierrei
  • Stephania cepharantha 'Hayata'
Stephania erecta Blatt mir Speichenmuster
Knolle der Stephania erecta mit zwei grünen Trieben

Wachstum, Grösse & Blüten der Stephania erecta

Die Stephania erecta kann ein wenig über einen Meter hoch werden, wenn sie ausgewachsen ist. Das kann über 20 Jahre dauern.

Dabei recken sich schlanke, hellgrüne, gerade Stängel aus der Knolle empor und wachsen jedes Jahr etwas weiter in die Höhe. Die Stängel lassen sich auch prima um eine Rankhilfe wickeln und so in die gewünschte Richtung lenken.

Die Blätter der Stephania erecta sind rund wie Schilder und haben zwischen 2 und 6cm Durchmesser. Oft findet man auf dem samtigen, matten Grün ein helleres, wagenradspeichenartiges Muster.

Sprechen wir noch über die Kartoffel: Die kann im Durchmesser bis zu 17cm messen und dient der Caudexpflanze als exzellenter Wasserspeicher.

Stephania erecta schneiden

Schneiden musst du deine Stephania erecta nicht. Das wäre ziemlich brutal!

Hat sie aber mal ein gelbes oder komplett braunes Blatt, darfst du das ungeniert mit einer sauberen Schere abzwacken.

Wann blüht die Stephania erecta?

Die Stephania erecta kann jedes Jahr blühen.

Du kannst ein männliches oder weibliches Exemplar der Stephania erecta haben. Bei männlichen Knollen tauchen erst die Blüten und dann die Blätter auf, bei weiblichen ist es umgekehrt.

Die Blüten sind winzig, grün, weiss oder gelb und in kleinen Kugeln angeordnet.

Krankheiten & Schädlinge der Stephania erecta

Macht deine Stephania erecta Mätzchen, stecken häufiger Pflegefehler als Krankheiten dahinter. Wir helfen dir, die Lösung für dein Problem zu finden:

Stephania erecta kriegt gelbe Blätter 

Für gelbe Blätter bei der Stephania erecta gibt es diverse Gründe. Auf unserem Blog haben wir allgemeine Tipps zu gelben Blättern bei Zimmerpflanzen gesammelt.

Ansonsten kannst du hier auf Ursachensuche gehen:

  • Winterruhe

Gelbe Blätter und ein plötzlicher Verlust der Blätter passieren am häufigsten dann, wenn deine Mondsamenpflanze in Winterruhe übergeht.

Auch wenn erst gelbe Flecken mit braunen Rändern auftauchen und die Knolle der Stephania erecta sich noch prall und nicht matschig anfühlt, ist der nahende Winter wahrscheinlich. Weiter unten findest du mehr Infos dazu.

  • zu viel Wasser

Hat die Stephania erecta zu oft Wasser abgekriegt, zeigt sie dir dies mit gelben Blättern. Zusätzlich können die Blätter welken, und die Knolle wird matschig weich.

Halt das Substrat deiner Pflanze nicht konstant nass, vor allem nicht im Winter. Die obere Erd- bzw. Kiesschicht sollte ordentlich trocknen können, bevor du giesst.

Hast du über längere Zeit zu oft Wasser gegeben, liest du in unserem Blog über Staunässe nach, was du jetzt tun kannst.

  • zu wenig Wasser

Bleich gelbe und dann abfallende Blätter können auf zu wenig Wasser hindeuten. Diese Variante ist dir deutlich lieber als zu viel Wasser: Du kannst nämlich einfach langsam anfangen, etwas häufiger zu giessen.

Zusätzlich könnten sich die Blätter deiner Stephania erecta in diesem Fall kräuseln und braun und vertrocknet werden. Ausserdem hört die Pflanze praktisch auf zu wachsen.

  • zu wenig Licht

Gelbe Flecken können bei der Stephania erecta auch auf einen zu schattigen Standort hindeuten. Wenn dazu die Erde noch auffallend feucht bleibt und sich vielleicht sogar Schimmel bildet, stell deine Pflanze unbedingt heller.

  • zu kaltes oder kalkhaltiges Wasser

Giesse deine Stephania erecta immer mit zimmerwarmem, entkalktem Wasser, um gelbe Flecken auf den Blättern zu vermeiden.

  • zu wenig Nährstoffe

Wenn auch selten, ist das doch ein Grund, der auf dieser Liste nicht fehlen darf: Hat deine Stephania erecta über Monate nicht genügend Nährstoffe erhalten, zeigt sie dir den Nährstoffmangel mit gelben Flecken und gelben Blättern. In dem Fall kannst du gemäss unseren Empfehlungen etwas Dünger einsetzen.

Mit qualitativ hochwertiger Erde und wenn du deine Stephania erecta regelmässig umtopfst, umgehst du dieses Problem aber.

  • Schädlinge

Gelbe Blätter der Stephania erecta können auch auf Schädlinge hindeuten. Mach dich am besten unter den Blättern auf Spurensuche. Weiter unten findest du mehr Infos zu den Schädlingen und Heilmitteln für deine Pflanze.

Stephania erecta kriegt braune Blätter

  • zu viel Sonne

Schön, hast du dir einen hellen Platz für deine Stephania erecta gesucht.

Macht sie aber braune, vertrocknete Blätter, trockene Blattränder und kräuselt ihre Blätter, könnte sie sich einen Sonnenbrand geholt haben.

Du weisst selbst, ob deine Pflanze direkte Sonne abbekommen hat. Falls ja, stell sie einfach etwas schattiger.

  • zu wenig Wasser

Zu wenig Wasser führt bei deiner Stephania erecta zu braunen, vertrocknet aussehenden Blättern. Andere Symptome sind gelbe Blätter und eingeschränktes Wachstum.

Gib ihr in Zukunft einfach etwas häufiger Wasser – aber immer nach dem Fingertest.

  • zu tiefe Luftfeuchtigkeit

Zeigt deine Stephania erecta braune Blattspitzen oder Blattränder und kräuselt ihre Blätter vielleicht, ist die Luft bei dir zuhause wohl zu trocken. Vielleicht stört deine Pflanze auch Heizungsluft ganz in der Nähe.

Die Caudexpflanze mag eine eher höhere Luftfeuchtigkeit. Auf unserem Blog findest du Tipps, wie du dein Zuhause ganz einfach in ein (fast) tropisches Paradies verwandelst.

  • zu viel Wasser

Auch wenn gelbe Blätter häufiger sind, werden die Blätter deiner Stephania erecta bei zu viel Wasser manchmal auch braun. Lies weiter oben nach, was du in dem Fall tun kannst.


Noch unsicher, was deiner Pflanze fehlt? Schau mal in unserem Blogbeitrag zu braunen Blättern nach, welche Faktoren noch in Frage kommen könnten.

Blätter der Stephania erecta fallen ab

Verliert die Stephania erecta ihre Blätter, begibt sie sich wahrscheinlich in Winterschlaf. Sie wird kommenden Frühling erneut austreiben.

Hast du dein Pflänzchen dagegen auch in den warmen Monaten etwas vernachlässigt und gar nicht gegossen, kann sie in einen Pseudo-Schlaf fallen. Ihre Blätter und Würzelchen ziehen sich zurück. Nimmst du die regelmässige Pflege wieder auf, erholt sich die Mondsamenpflanze wieder.

Auch wenn sie zu wenig Licht kriegt, wirft die Stephania erecta manchmal ihre Blätter ab. Stell sie einfach an einen helleren Ort ohne starke Mittagssonne.

Stephania erecta wächst nicht

Stellt deine Stephania erecta ihr Wachstum ein, kommt einer der folgenden Faktoren in Frage:

Am besten prüfst du deine Pflege gemäss Pflege-Spickzettel bzw. Pflanzenlexikon und passt die Bedingungen an, die deine Stephania erecta stören könnten.

Stephania erecta hat lange Triebe und kleine Blätter

Kleine Blätter und unnatürlich lange Stängel macht die Stephania erecta, wenn ihr das Plätzchen bei dir zu dunkel ist. Sie reckt und streckt sich nach mehr Licht. Gib ihrem Ansinnen nach!

Knolle der Stephania erecta wird weich

Deine Stephania erecta ist leider etwas empfindlich auf Wurzelfäule. Pass deshalb sehr genau auf, wie oft du sie giesst.

Ist die Knolle weich bis matschig, wenn du darauf drückst, ist das ein Warnsignal. Warte, bis die oberste Erdschicht austrocknet, bis du sie das nächste Mal giesst, und spar auf jeden Fall die Knolle aus!

Knolle der Stephania erecta wird schrumpelig

Wird die Knolle der Stephania erecta schrumpelig und fällt regelrecht ein, leidet sie unter starker Hitze und/oder hat zu wenig Wasser abgekriegt.

Das Wasser solltest du deswegen aber trotzdem nicht auf die Knolle geben, sondern einfach deine Stephania erecta etwas öfter auf Trockenheit kontrollieren. Steht sie direkt hinter einem Fenster, durch das die pralle Sonne knallt, solltest du deine Caudexpflanze zudem ein wenig wegrücken.

Schädlinge der Stephania erecta

Die Stephania erecta ist eine robuste Pflanze. Sie ist grundsätzlich nicht anfällig für Schädlinge.

Halte aber beim Giessen regelmässig die Augen offen, ob du Spinnmilben, Wollläuse, Thripse oder die Weisse Fliege entdeckst. Am besten kontrollierst du dazu jeweils die Blattunterseiten. Die Schädlinge erkennst du an klebrigen Flecken, weissen Gespinsten, kleinen Wattebäuschen oder schwarzen, orangen oder rötlichen Punkten.

Sind einzelne Blätter befallen und zeigen auch schon gelbe oder bräunliche Flecken, kannst du die Blätter ganz abschneiden, damit sich die Viecher nicht ausbreiten.

Wie du die Schädlinge erkennst und anschliessend mit natürlichen Mitteln bekämpfst, liest du auf unserem Schädlingsblog.

Nützt das nichts, solltest du zum Zimmerpflanzen-Spray greifen.

Stephania erecta überwintern

Die Stephania erecta gehört zu den wenigen Zimmerpflanzen, die im Herbst ihr Laub, d. h. ihre Blätter, abwerfen. Meist wirft sie einen Grossteil oder sogar alle ihre Blätter ab. Sie kann recht traurig (um nicht zu sagen: tot) aussehen. Lass dich davon nicht abschrecken!

Zuerst werden ihre Blätter gelb, braun und trocken und rollen sich leicht ein, bevor sie ganz abfallen.

Die Stephania erecta begibt sich dann in eine Art Winterschlaf und wird erst im späteren Frühling neu austreiben.

Damit sich deine Caudexpflanze im Winter gebührend erholen kann, kannst du sie mit folgenden Tipps unterstützen:

  • Entferne abgefallene Blätter von der Erde, damit sie nicht zu faulen beginnen. Aktiv zurückschneiden solltest du gesunde Blätter nicht.
  • Lass die Stephania erecta an einem warmen, trockenen Standort. Du kannst sie dunkler stellen oder an ihrem hellen Ort lassen.
  • In dieser kälteren Zeit musst du sie wenig bis gar nicht wässern. Den Dünger kannst du gleich im Schrank lassen, sobald die ersten Blätter fallen.
  • Wenn der Frühling da ist und die Tage wärmer und länger werden, kannst du deine Stephania erecta wieder heller stellen, falls du sie an einem schattigeren Ort überwintert hast.
  • Du solltest sie Mitte bis Ende Frühling ausgiebig giessen und auch ein wenig Dünger beigeben, um deine Stephania erecta zum Austreiben zu animieren. Das kann ein paar Wochen oder sogar Monate dauern.
  • Bis die Baby-Blättchen auftauchen, solltest du deine Stephania erecta weiterhin trocken halten.

Noch ein Tipp:
Vielleicht wirft deine Stephania erecta keine Blätter ab und sieht weiterhin so aus, als ob sie wachsen wolle. Keine Sorge! Reduziere das Giessen und Düngen ganz normal und lass deine Pflanze selbst ihren Weg in die Winterruhe finden. Solange grüne Blätter da sind, sollte deine Mondsamenpflanze einfach sicher am hellen Ort stehen bleiben, den sie sich gewohnt ist. Jetzt beobachtest du sie – and go with the flow!


Mehr Infos zum Überwintern von Zimmerpflanzen findest du auf unserem Blog.

Stephania erecta umtopfen

Deine Stephania erecta kannst du umtopfen, wenn ihr Wurzelballen zu gross wird für den Topf (ca. alle 3 Jahre). Am besten machst du das im Frühsommer, wenn deine Pflanze stark ist und viel Energie hat, sich von ihrem Umzug zu erholen.

Während der Winterruhe solltest du deine Stephania erecta nicht stören. Dann ist sie schwächer und könnte empfindlich auf den Topfwechsel reagieren. Nur, wenn du Staunässe und damit Wurzelfäule vermutest, solltest du ihr jetzt an die Erde/den Kies.

Ansonsten funktioniert das Umtopfen Schritt für Schritt wie folgt:

  • Man nehme einen neuen, leicht grösseren Topf und hochwertige Kakteenerde. Optional, aber nützlich (gerade wenn du Angst vor Erde auf dem Teppich und/oder viele Pflanzen zum Umtopfen hast): Schaufel und Umtopfmatte.
  • Fülle ein Bett von etwa 3cm Kakteenerde in den Topf und leg die Knolle deiner Stephania erecta darauf. Stell sicher, dass du keine Erde an den Wurzeln entfernst und die Wurzeln so wenig wie nötig berührst. Die Würzelchen sind empfindlich und schnell verletzt.
  • Füll die Zwischenräume mit Erde auf, bis du etwa drei Viertel des Topfs gefüllt hast (also etwas weniger als bei anderen Zimmerpflanzen).
  • Wie beim Neu-Aufziehen von Stephania erectas solltest du die Erde nicht gross anpressen. Du kannst an die Seiten deines Topfs klopfen, damit sich die Kakteenerde etwas setzt.

Stephania erecta vermehren

Deine Stephania erecta macht es dir nicht ganz einfach, sie zu vermehren. Dafür ist sie ja mehrjährig und wird selbst quasi jeden Frühling neugeboren. Das ist doch auch was, oder?

Stephania erecta vermehren mit Samen

Kommst du an Samen ran (etwa aus dem Fachhandel), kannst du versuchen, dir neue Stephania erectas zu züchten. Das ist aber eher ein Pflanzen-Experiment und wir können dir hier keine Garantie geben, dass es gelingt.

  • Nimm dir deine Samen und lasse sie 24h an einem dunklen Ort in Wasser einweichen, idealerweise über einer Wärmequelle wie einer Heizung.
  • Bereite eine Schale mit Anzuchterde (oder nährstoffarmer Kakteenerde) vor und pflanze die Samen etwa 0.5 cm tief in die Erde. Drück die Erde über ihnen nicht an!
  • Stell deine Schale oder deinen Topf an einen warmen (über 18 Grad), hellen (aber nicht sonnigen) Ort. Bodenwärme ist ideal.
  • Halt die Erde immer leicht feucht, etwa mit einem Sprüher, und stell sicher, dass überschüssiges Wasser abfliessen könnte.
  • Zieh ein Stück Folie oder einen Plastiksack über die Anzuchtschale. So kreierst du ein Terrarium mit einem angenehm feucht-warmen Mikroklima. Das solltest du täglich lüften, damit kein Schimmel entsteht.
  • Warte fünf Monate (!), bevor du das Experiment für gescheitert erklärst.
  • Sobald du Keimlinge (Baby-Pflanzen) sehen kannst, die ihr zweites Blatt produzieren, kannst du die Folie entfernen und sie in ihre eigenen kleinen Töpfe pflanzen.
Kleines Blatt der Stephania erecta, dahinter ältere Blätter
Knolle der Stephania erecta, dahinter dunkler Zierkies und oben angeschnitten einige Blätter

Stephania erecta aufziehen

Du hast eine Stephania-erecta-Knolle ergattert und freust dich auf ihr erstes Austreiben?

Gratulation!

Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erfährst du, wie du die Knolle aufzuziehen und spriessen lassen kannst.

Wichtig: Bis deine Stephania erecta Blätter bildet, kann es jetzt ein paar Monate dauern. Bring also eine ordentliche Portion Geduld mit.

Stephania erecta einpflanzen: Wo ist bei der Knolle oben?

Wo bei deiner Stephania erecta oben ist, erkennst du am Knoten oder dem «Auge». Das ist eine nabelartige Ausbuchtung in der Knolle. Dort wird später der Trieb herausschauen. Pflanz deine Kartoffel also mit dem Knotenpunkt nach oben ein, damit deine Stephania erecta wachsen kann.

Stephania erecta einpflanzen: Anleitung

  • Starte im Frühling. Das ist die beste Zeit zum Einpflanzen der Stephania erecta. Im späten Herbst fällt deine Knolle bzw. Pflanze schliesslich in Winterruhe.
  • Einweichen. Nimm dir die Knolle und lege sie zur Hälfte 24 Stunden in lauwarmes Wasser. Der Knoten bzw. das Auge schaut dabei nach oben. Das weckt die Knolle aus ihrer Winterruhe. Wenn du dir Sorgen machst, dass das schon zu viel Wasser für deine Pflanze ist, kannst du auch feuchtes Moos verwenden.
  • Topf & Erde. Bereite einen Topf vor und fülle ihn etwa zur Hälfte mit Kakteenerde. Diese feuchtest du an. Beim Topf ist wichtig, dass er Abtropflöcher am Boden hat und ein paar Zentimeter höher ist als deine Knolle.
  • Einpflanzen. Leg deine eingeweichte Knolle auf das Kakteenerde-Bett. Schau, dass sie schön mittig liegt und zum Topfrand sicher 2-3 cm Platz sind.
  • Erde auffüllen. Jetzt kommt noch etwas Erde rundherum. Deine Knolle sollte maximal zur Hälfte in der Erde liegen. Nicht mehr – sonst erhöhst du das Risiko für Fäulnis unter der Erde. Das Substrat lässt du schön luftig und statt es anzudrücken, lässt du es durch Klopfen rund um den Topf an seinen Platz fallen.
  • Das richtige Klima. Schaffe ein kleines Treibhäuschen für deine Knolle. Dazu kannst du den Topf einfach mit einem durchsichtigen Plastiksack überziehen, den du offen lässt, oder ein Glashaus basteln. Das sorgt für ein feucht-warmes Mikroklima und ist ideal fürs Austreiben der Stephania erecta.
  • Der finale Standort. Stell dein kleines Terrarium nun an einen hellen, warmen Ort. Die Erde sollte immer feucht bleiben, aber nicht nass sein. Um Staunässe gar nicht erst zu riskieren, machst du das am besten mit Wasser aus einer Sprühflasche.
  • Optional: Du kannst ab und zu etwas Dünger ins Wasser mischen, das ist aber nicht zwingend. Weniger ist mehr.
  • Sei geduldig. Bis sich ein Spross zeigt, kann es ein paar Monate dauern. Vielleicht hast du aber auch Glück und es zeigt sich schon nach ein paar Wochen ein grünes Mini-Pflänzchen. Deine Mondsamenpflanze macht zuerst einen kleinen Trieb und beginnt dann, sich fest in der Erde anzuwurzeln.