Katze und Monstera, eine giftige Pflanze

Giftige Pflanzen

Katze und Monstera, eine giftige Pflanze

Diese Pflanzen sind giftig für deine Katzen, Hunde und Kinder

Haustiere, Pflanzen und Kinder – geht das überhaupt zusammen? Gute Frage, und gar nicht so einfach zu beantworten. Wir zeigen die giftigsten Pflanzen mit Bildern und sagen dir, was du beachten musst.

Folgende Zimmerpflanzen sind giftig für Maunzi und Bello. Bei ihnen solltest du Vorsicht walten lassen.

Angst haben musst du trotzdem nicht. Laut Tox Info Suisse (der Schweizer Informationsstelle bei Vergiftungen) kommen Vergiftungen wegen Zimmerpflanzen sehr selten vor. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, geht’s hier zu unseren ungiftigen Pflanzen.

 

Stark giftige Pflanzen: die Euphorbiaceae

Woman standing behind a Euphorbiaceae holding a white pot

Wirklich giftig sind bei den Zimmerpflanzen die Wolfsmilchgewächse. Die erkennst du daran, dass weisser Milchsaft raussickert, wenn du ein Ästchen oder Blatt abbrechen würdest. Genau das solltest du aber vermeiden. Ihr Saft ist es nämlich, der richtig giftig ist und ätzend wirkt.

Wird die Pflanze verletzt, können schon die Dämpfe die Augen und Atemwege reizen. Der Saft verursacht besonders auf empfindlichen Stellen wie Schleimhäuten Schmerzen und Verätzungen. Deswegen bei der Pflanzenpflege immer Schutzmassnahmen treffen:

  • Die Pflanze nur mit Handschuhen anfassen
  • Den Raum regelmässig gut lüften
  • Kinder und Haustiere von der Pflanze fernhalten (bzw. umgekehrt 😉)

Wenn im lateinischen Namen deiner Pflanze «Euphorbia» vorkommt, hast du ein Wolfsmilchgewächs an der Hand und musst entsprechend aufpassen. Viele Arten sehen ähnlich aus wie Kakteen. Weltweit gibt es aber über 2'000 Arten.

 

Diese zwei Pflanzen sind ziemlich giftig für Haustiere und Kinder

… und kommen dazu in unseren Haushalten noch echt häufig vor.

1. Dieffenbachie

Diffenbachia plant in dark grey pot on a wooden table

Die Dieffenbachia seguine ist trotz ihres ungewöhnlichen Namens eine sehr häufige Zimmerpflanze. Alles an ihr wirkt toxisch, vor allem aber der Stamm. Das spüren sogar erwachsene Menschen. Die Dieffenbachie gibt ein Kontaktgift ab – wenn man sie anfasst, nimmt man das Gift über die Hände auf.

Da du die Pflanze ja nicht gerade essen willst, solltest du vor allem bei offenen Wunden vorsichtig sein. Auch das abfliessende Giesswasser kann Toxine aufgenommen haben. Und wenn es ans Umtopfen geht: Am besten Handschuhe, lange Ärmel und vielleicht sogar eine Schutzbrille tragen. In die Nähe von Tieren und Kindern lässt du die Dieffenbachie am besten gar nicht.

 

2. Spathiphyllum

Einblatt oder Spathiphyllum

Das «Einblatt» oder die «Blattfahne» ist giftig für Mensch und Tier. Die Pflanze enthält ziemlich viel Oxalsäure. Die wirkt ätzend und giftig, wenn sie in den Magen gelangt. Als wäre das noch nicht genug, enthält sie sogenannte «Scharfstoffe», die Haut und Schleimhäute reizen können – und das schon beim Anfassen.

Es gibt etwa 50 verschiedene Arten. Bei uns und euch zuhause häufig zu finden ist Spathiphyllum floribundum oder die Friedenslilie (Spathiphyllum wallisii).

 

10 weitere, leicht giftige Pflanzen

Bei den folgenden grünen Gesellen kann es zu Hautreizungen kommen, oder zu leichten Vergiftungssymptomen, wenn Teile verschluckt werden. Die Pflanzen sind nicht gefährlich, und mit etwas Vorsicht können sie auch im Haushalt mit Kindern und Haustieren gehalten werden.

 

1. Philodendron

Sein Saft irritiert die Haut. Wenn dieser in den Mund gelangt, kratzt die Kehle und kann anschwellen, es brennt und/oder der Magen tut weh. Schlimmere Symptome sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Das reicht ja auch, oder?

 

2. Monstera

Leider ist auch die Monstera giftig für deine Haustiere, wenn sie daran knabbern. Anzeichen dafür sind übermässiges Geifern, Erbrechen, und Schluckschwierigkeiten.

 

3. Aloe Vera

Unsere Aloe ist wunderschön – solange sie nicht gegessen wird. Symptome sind Erbrechen, Apathie, Durchfall und Zittern.

 

4. Asparagus oder Zierspargel

Greift schon die Haut deiner tierischen Freunde an, wenn sie sich an der Pflanze reiben. Wenn sie die Beeren fressen, verderben sie sich den Magen, was mit Schmerzen, Erbrechen und Durchfall verbunden ist. Asparagus gibt es in vielen verschiedenen Varianten.

 

5. Gummibaum

Die Blätter enthalten Chlorogensäure und sollten nicht von Kindern oder Haustieren in den Mund genommen werden. Auch der Stamm ist leicht giftig und kann Hautreizungen verursachen. Hier ist Gelbsäure der Übeltäter.

 

6. Efeutute

Leider keine guten Neuigkeiten bei dieser wunderschönen Dame. Für Hunde und Katzen ist sie giftig. Dann reagieren die mit einem irritierten, brennenden Maul und Schleimhäuten, exzessivem Geifern, Schluckschwierigkeiten und Erbrechen.

 

7. Feige

Die Birkenfeige ist eine schöne, grosse Pflanze. Leider ist sie auch ganz schön giftig. Sogar Pferden würde da schlecht werden. Bei Kontakt mit der Haut kann sie Ausschlag auslösen. Auch die Geigenfeige ist ein giftiger Geselle.

 

8. Drachenbaum

So gross wie er ist, so gross ist sein Effekt. Bei kleinen Tieren und Kindern kommt es zu typischen Vergiftungssymptomen wie Schwindel und Übelkeit, sogar Blut im Stuhl oder im Erbrochenen ist möglich. Symptomlisten erwähnen auch Appetitlosigkeit, Apathie und geweitete Pupillen (bei Katzen) – ein echt unschöner Trip.

 

9. Yucca

Auch die Yucca-Palme ist wahrscheinlich giftig. Wahrscheinlich? Ihre Giftigkeit wurde noch nicht genug untersucht, Experten sind sich uneins. Wenn du kleine Lebewesen wie Hamster oder Meerschweinchen im Haushalt hast, solltest du sie von deiner Yucca fernhalten.

 

10. Sansevieria

Sansevieria kommen wie viele Zimmerpflanzen aus den Tropen und müssen sich dort vor Fressfeinden schützen. Das machen sie mit einem schwachen Gift. Bei kleinen Kindern und Tieren kann das Erbrechen, Durchfall und Krämpfe auslösen. Je kleiner die Tiere, desto schlimmer die Symptome – Nagetiere zum Beispiel könnten sogar sterben.

 

Wieso nicht noch ein Punkt 11: viele, viele Blumen

Giftig für Tiere: viele Blumenarten

Zum Beispiel Begonien. Sie blühen schön, aber besonders ihre Knollen sind auch ganz schön giftig. Irritationen im Mund, Erbrechen und Schluckschwierigkeiten sind die klassischen Symptome einer Vergiftung. Auch Orchideen und Lilien etwa bekommen deinen Tieren gar nicht gut.

Generell sind viele Blumen giftig – informier dich, bevor du sie in einen Tier-Haushalt holst.

 

Was tun bei Kontakt mit giftigen Pflanzen

Wenn du den Verdacht hast, dass dein Haustier einer Pflanze zu nahe gekommen ist, klär immer ab, um welche Pflanze es sich handelt, und ruf dann den Tierarzt an. Bei Kindern und Erwachsenen kann Tox Info Suisse unter der 24h-Notfallnummer 145 weiterhelfen und kompetent Auskunft geben.

 

Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, geht’s hier zu unseren tierfreundlichen Pflanzen.

Oder lies nach, welche ungiftigen Pflanzen es sonst noch gibt.

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